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Dienstag, 24. September 2013

Tutorial, Teil 2: Auch Herrenhemden können Rock to go

Hier habe ich noch einen Nachtrag zum gestrigen Rock to go Post für Euch. Wie Ihr ja vielleicht wißt, re- oder upcycle ich gerne abgelegte Kleidung. Auch so ein schnelles Röckchen eignet sich bestens um aus solcher hergestellt zu werden. Daher habe ich meinen Alte-Hemden-Vorrat hervorgekramt und folgendes daraus zusammengebaut:

Glücklicherweise hebe ich seit Jahren die alten Hemden hier im Hause auf - noch sind ein paar da :-)
Und hier noch ein paar Bilder und Sätze zur Vorgehensweise: Für diese Variante braucht Ihr drei Herrenhemden von ähnlichem Schnitt, die Euch zusammen gut gefallen. Der untere Abschluß und die Breite der Hemden sollten sich nicht zu stark unterscheiden, kleine Unterschiede können allerdings ausgeglichen werden.

Die untere Rundung ist ähnlich, die Breite unterscheidet sich etwas - je gleicher die Hemden von der Breite her sind, desto leichter kann man sie aneinander anpassen.
 Nun entscheidet, welches Hemd das unterste, das mittlere und das obere sein soll. Die unterste Lage sollte Eure gewünschte Gesamtlänge - bei mir sind das wieder die 35cm von gestern - weniger 4cm haben, bei mir also 28cm. Die fehlenden 4cm erhalten wir später durch den oberen Abschluß. Die zweite Lage habe ich 7cm kürzer gewählt, also 21cm. Die oberste Lage soll am Ende den gleichen Abstand zur mittleren Lage haben wie diese zur untersten, bildet aber auch den oberen Abschluß. Für diesen Abschluß rechne ich 11cm - also 21cm (mittlere Lage) minus 7cm Abstand, aber plus 11cm Abschluß = 25cm Länge für die oberste Lage.

So werden die Hemden kleingeschnitten :-)
 Nach dem Abschneiden der Hemden in der errechneten Länge, verwende ich Baumwollspitze, um die Abschlüsse zu verzieren. Auch fällt der leichte Hemdenstoff so etwas zuverlässiger nach unten.

Die drei Hemdenteile und die 3cm breite Baumwollspitze von Familie Jörg Spitzner.
 Ich stecke die Spitze auf der linken Hemdseite so fest, daß ich sie von rechts in der bereits vorhandenen Saumnaht der Hemden annähen kann. Die Anfänge und Enden schlage ich ein kleines Stück nach innen um und sichere sie mit ein paar unauffälligen weißen Zickzackstichen.


Wer nicht feststecken mag - was ich gut verstehen kann - kann die Spitze z.B. auch mit dem doppelseitigen Klebeband Stylefix von Farbenmix festkleben.

Stylefix in Aktion
Hier wird die Spitze von der rechten Hemdseite aus in der  Hemdensaumnaht festgenäht.
 Ich habe die beiden oberen Lagen mit Spitze versehen. Als nächstes schnappe ich mir die beiden unteren Lagen und markiere die vordere und die rückwärtige Mitte beider Teile (Seitennähte aufeinanderlegen).


Ich stecke diese beiden Lagen in der gewünschten Reihenfolge aufeinander und verbinde beide Teile an beiden Seitennähten und jeweils an der vorderen und hinteren Mitte. Die offenen Schnittkanten sollten dabei aufeinander liegen.


Im Idealfall sind die Hemden gleich breit und Ihr könnt nun einfach rundherum beide Teile aneinander stecken, aber meist paßt das nicht so ganz und dann müßt Ihr den überschüssigen Hemdenanteil gleichmäßig zwischen Euren Fixpunkten verteilen. Oft reicht es, den einen Stoff etwas zu dehnen, wenn es sich aber um sehr unterschiedliche Hemden handelt, müßt Ihr eventuell kleine Falten einbauen. Das macht alles nichts, denn durch das Aufrüschen am Ende, ist das dann nicht mehr sichtbar.


Wenn alles gut verteilt und festgesteckt ist,verbindet Ihr beide Lagen an der Schnittkante mit einem breiten Zickzackstich. Sie werden im Folgenden gemeinsam verarbeitet und das ist so einfach leichter.


So, nun müssen die beiden unteren Lagen einen Moment warten, denn nun widmen wir uns der obersten.


Auch hier nutze ich wieder den doppelt umgebügelten Abschluß - also zunächst bügele ich etwa 1cm an der Schnittkante des Hemdes nach innen.


Im zweiten Schritt dann folgt eine zweite Bügelkante im Abstand von 5cm zur ersten - das wird am Ende die Oberkante unseres Röckchens. Dabei wird der Stoff wieder nach innen gefaltet.


Im nächsten Schritt lege ich die oberste Lage an ihren Platz auf den anderen Lagen und stecke den umgebügelten ersten Zentimeter an die verbundenen unteren Lagen. Dabei erfasse ich nur diesen doppelt liegenden Bereich des ersten Zentimeters und die unteren Lagen, nicht die oberste Lage ein zweites Mal.


Ich klappe danach die Lagen wieder auseinander, so daß ich den doppelten Zentimeter an die unteren Lagen nähen kann. Auf dem Bild liegen die beiden unteren Rocklagen rechts, die oberste links. Der Vorteil dieser Methode - die nur kompliziert klingt, die aber eigentlich ganz einfach ist, wenn ich das nur besser erklären könnte :-) - ist, daß der Rock auch von innen sauber verarbeitet ist und so, abgesehen von der professionelleren Optik, nicht kratzen sollte.


Klappt die oberste Rocklage nun wieder an ihren Bestimmungsort. Jetzt sollte Eure zweite Bügelkante den oberen Abschluß bilden.

So sehen meine miteinander verbundenen Lagen nach diesem Schritt aus.
Als nächstes nähe ich von rechts, bis auf eine kleine Lücke für das Gummi, rundherum mit Geradstich und zwar etwa im Abstand von 5cm - entscheidend ist, daß Ihr die beiden unteren Rocklagen dabei innerhalb des eingeklappten Zentimeters mit erfaßt. Wenn Eure oberste Hemdenlage nicht ausgerechnet die breiteste ist - wie bei mir - dann liegt jetzt alles schön glatt aufeinander und das Ganze geht problemlos. Paßt nur auf, daß sich der Bereich der Knopfleisten übereinander nicht verschiebt, denn DAS fällt am Ende auf. Steckt diesen Bereich also am besten vorher mit zwei Nadeln fest.


Zusätzlich steppe ich dann die obere Bügelkante/Rockkante nocheinmal knappkantig ab, damit sich das Ganze nach der ersten Wäsche nicht rollt.


Zeit für das Gummiband! Meins ist 50cm lang - wobei hier weniger Spielraum bleibt, als bei dem Bündchen gestern, denn das Gummiband ist weniger leicht dehnbar und muß hier noch viele Rüschen aufnehmen - also bleibe ich nah bei meiner Messung von gestern und würde von weiterem Engerstellen an dieser Stelle abraten. Es ist 4cm breit - das ist meiner Tochter angenehmer als die feineren Gummibänder, da sich der Zug eben auf die größere Breite verteilt und zusätzlich verleiht es der Rockkante auch noch etwas Stand.

Das Gummiband wird mit einer Sicherheitsnadel eingezogen. Am anderen Ende habe ich zur Sicherheit auch eine befestigt, damit ich es wieder herausholen kann, sollte ich zu stark gezogen haben - Schaden macht klug ;-)
 Das Gummiband wird nach dem Einfädeln zur Runde geschlossen, ganz eingezogen, die Einfädelöffnung zugenäht und die Rüschen gleichmäßig verteilt. Dann bügele ich einmal mit Dampf über den oberen Abschluß, also die oberen 5cm und schon ist der Rock fertig!

Natürlich können beide Tutorials auch fröhlich kombiniert werden - die Hemdenbahnen sehen z.B. sicher auch mit einem farblich passenden Bündchen als Abschluß schön aus. Auch zweilagige längere Hemdenröcke stelle ich mir schön vor oder bunte Baumwollröckchen mit mehreren kurzen Lagen - ach, hätte ich doch mehr ZEIT! Aber meine ist nun abgelaufen - die Zwerge warten. Wenn Ihr etwas Schönes aus diesen und Euren Ideen gebaut habt, schickt mir doch Bilder - ich würde mich sehr freuen.

Montag, 23. September 2013

Tutorial: Rock to go

Viel einfacher zu nähen kann ein doppellagiger Rock nicht sein :-)
Heute habe ich gemeinsam mit meiner Kleinsten einen Katalog voller französischer Kindermode durchstöbert. Meine jüngste Tochter ist das, was man sich so landläufig unter einem "richtigen Mädchen" vorstellt - sie liebt Kleider und Röckchen, zarte Spitze und glänzende Schuhe, rosa-bunte Farbzusammenstellungen und Rüschen. Natürlicher Charme ist ihr angeboren, sie klimpert mit den Wimpern, posiert und dreht sich wie eine Ballerina, wickelt sämtliche Verwandtschaft hemmungslos um den Finger und ist alles in allem unwiderstehlich zuckersüß, sogar wenn sie die kleine Hexe in sich entdeckt und z.B. ihrem großen Bruder den Lieblingssessel wegschnappt.
So ist es auch nicht ganz einfach, mit dieser Person einen Katalog voller ganz entzückender Kinderkleidung anzusehen: Während jede Seite bei ihr neue hinreißende Begeisterungsstürme auslöst, gleiten die Euros vor meinem geistigen Auge einer nach dem anderen lautlos aber stetig aus dem Fenster, was zu einem unangenehmen Konflikt im mütterlichen Inneren führt. Auf mein daraus resultierendes: "Fine - ich finde die Sachen ja auch schön, aber das kannst Du nicht alles haben, das ist viel zu teuer!" kam dann spontan und ganz trocken die Lösung: "Und wieso nicht? Du kannst doch nähen, Mami!" Voller Zufriedenheit über ihre geniale Idee saß sie da vor mir: strahlende Kinderaugen, stolz spitzbübisches Lächeln, herausfordernd angehobenes Kinn, kleine warme Hände, die meine halten. Ja, ich hatte verloren. Damit war das Problem für sie gelöst und ich saß da mit Auftrag. Einem Berg von Aufträgen.
Naja, mit einiger Kindererfahrung im Rücken weiß ich ja auch, daß nicht alle Wünsche erfüllt werden müssen, um ein glückliches Kind zu erzeugen und so habe ich dann beschlossen, einfach sofort mit einer bunten Kleinigkeit anzufangen.
Die Röcke in dem Katalog hatten es ihr besonders angetan - mehrlagig und üppig mit weichem Bündchen um den empfindlichen Bauch - eigentlich nicht sehr komplex, aber wirkungsvoll. Schnell gemacht. Also ging es ab ins Nähzimmer, das Maßband und die Tochter geschnappt, ein paar Stoffreste zusammengesucht, gemessen, geschnitten, ein bißchen gerüscht und zusammennäht - fertig. Wenn die Maße bekannt sind und ein erster Proberock genäht, dauert das kaum eine Stunde pro Röckchen und es gibt sicher noch schnellere Näherinnen als mich. Ein bißchen ausführlicher? O.k.!

Für dieses Röckchen habe ich zwei verschiedene Baumwollreste und etwas Bündchenstoff verwendet.
Also welche Maße brauche ich? Das kommt natürlich auf mein Kind an - in zweierlei Hinsicht. Meine Kleine mag es lieber, wenn die Röcke locker auf der Hüfte sitzen. In der Taille stören sie sie. Also messe ich bei ihr den Umfang im Bereich der sogenannten Hüftknochen, also oberhalb des Pos, damit dieser das Ganze noch am Abrutschen hindern kann. Der Bauch sollte entspannt sein bei der Messung, denn glücklicherweise ziehen Kinder selbigen noch nicht ständig ein, sondern lassen ihn sein, wie er eben ist und dafür muß Platz bleiben. Also müßt Ihr zuerst entscheiden, wo der Rock sitzen soll. Dann müßt Ihr dort den Umfang messen. Bei meiner recht zierlichen Fünfjährigen waren das 55cm.
Das zweite wichtige Maß ist die Länge. Ich wollte, daß der Rock oberhalb des Knies endet. Also habe ich von der gedachten Oberkante des Rocks bis knapp über das Knie gemessen. Bei meiner Süßen waren das 35cm.
Jetzt muß ein bißchen gerechnet werden. Noch jemand mit Matheblockade? Keine Sorge - das schaffen wir alle ;-) Die gemessene gewünschte Länge (bei mir 35cm) unterteilt sich in Bündchen und Rockteil, wobei ich mich auf das untere längere Rockteil beziehe. Mein Bündchen hatte eine Endlänge von 7cm , bleiben für den längeren Rockteil 28cm.
 Nun müssen wir beim Bündchen aber beachten, daß es doppelt genommen wird und auf beiden Seiten eine Nahtzugabe braucht - also in meinem Fall 7cm (Länge) x 2 + 2cm NZ = 16cm. Mein Bündchen wird also 16cm lang. Die Breite geht natürlich nach dem gemessenen Umfang. Bei meiner Tochter 55cm an der Hüfte - das übernehme ich aber nicht eins zu eins, denn das Bündchen soll ruhig etwas gedehnt sitzen, damit es den Rock in Position hält. Hier kommt es wieder ein bißchen darauf an, was Euer Kind an Druck auf den Bauch toleriert. Meine zieht alles aus, was auch nur dezent zu kneifen droht. Ich habe das Ausgangsmaß für das Bündchen 50cm breit gewählt und es sitzt noch recht locker, obwohl ja auch hier noch etwa 2cm für die Nahtzugabe verschwinden. Für ein Kind, das den Rock lieber etwas fester am Bauch hat (keine Sorge, bis zum Abschnüren ist es hier noch ein weiter Weg), kann man sicher den gemessenen Umfang um 8 oder 10cm verringern. Mein Bündchenteil hatte aber also die Maße 16 x 50cm.
Zum Rockteil: Er braucht oben eine Nahtzugabe und unten eine für den Saum. Oben wähle ich meine Standartzugabe von 1cm, unten ist es wieder etwas Geschmackssache. Ich mag etwas breitere Säume lieber, also zwischen 3 und 5cm. Ich finde, sie sehen nicht nur edler aus, da man nicht gleich bei jeder leichten Rockschwingung die Stoffrückseite sieht, auch fällt der Rock besser und der Saum klappt nicht so leicht hoch. Zusätzlich mag ich den unteren Abschluß am liebsten, wenn der Stoff doppelt eingeklappt wird, also die offene Stoffkante am Ende versteckt ist. Ich rechne bei dem Saum also für das erste Einklappen 1cm und für das zweite meine Saumbreite - hier 5cm - dazu. Bei einer gewünschten Endlänge von 28cm wäre meine Stoffbahn für den unteren Rockteil also 28cm + 1cm NZ (oben) + 6cm Saum = 35cm lang.
Aber wie breit mache ich das Ganze? Ich habe die doppelte Breite des Bündchens gewählt. Schaut Euch das Bild an und entscheidet selbst, ob Euch das zu viel oder zu wenig Rüsche ist :-) Meine Bahn für den unteren Rockteil war also 100cm breit und 35cm lang.
Der obere Teil des Rockes ist bei diesem Rock 5cm kürzer, die Bahn genauso breit wie die untere. Die Ausgangsmaße waren also 100 x 30cm.
So. Individuelle Maße fertig. Jetzt geht es fix. Schneidet Eure drei Teile zu - ein Bündchenteil, zwei verschieden lange Rockteile. Ich bügele dann als nächstes den Saum der Rockteile um. Zumindest in Zukunft. Das geht nämlich leichter, als erst die Bahn zur Runde zu schließen und dann zu bügeln, wie ich feststellen durfte ;-)

Doppelt umgebügelter Saum - erst ca. 1cm umbügeln, dann die gewünschte und eingerechnete Saumbreite.
 Nach dem doppelten Umbügeln klappe ich den Saum im Randbereich wieder auf und schließe die beiden Rockbahnen zu Runden. Ich habe dazu meine Overlockmaschine benutzt, aber ein Overlock-Stich einer normalen Nähmaschine tut es auch oder ein Geradstich plus Zickzack an der offenen Kante entlang zum Versäubern.

Alle Einzelteile gebügelt und zu Runden geschlossen.
Danach den Saum wieder hochklappen und von rechts mit schlichtem Geradstich in dem doppelt umgeklappten Bereich einmal herumnähen. Nun schließt auch das Bündchen zu einer Runde und klappt es auf die halbe Länge zusammen.

Bündchen umgeklappt auf die Hälfte der Länge und Rockbahnen gesäumt.
 Jetzt rüschen wir die Rockteile. Dazu stellt Ihr bei Eurer Maschine - soweit möglich - den Nähfußdruck herab (dann läßt sich der Stoff etwas leichter auf den Fäden bewegen und der später überflüssige Faden später besser herausziehen) und die Stichlänge so groß wie möglich ein. Bei meiner sind das 6mm. Jedes Rockteil erhält nun zwei Nähte am oberen Rand. Die erste dicht am Rand entlang in der Nahtzugabe, die zweite in einer Nähfüßchenbreite Abstand. Laßt die Anfangsfäden nicht zu kurz stehen, Ihr müßt sie greifen können.
Hier seht Ihr die beiden "Rüschnähte" an den beiden Rockteilen vordem Einrüschen.
 Jetzt nehmt Ihr auf einer Seite Eurer Nähte beide Unterfäden und zieht an ihnen bzw. schiebt den Stoff auf Ihnen zusammen. Ich mache das immer von beiden Seiten, um die doch recht zarten Fäden nicht zu sehr zu belasten, aber es geht auch von einer Seite. Ich knote, wenn ich etwa die Hälfte zusammengerüscht habe, die Unterfäden der ersten Seite zusammen und widme mich dann der zweiten. Ich schiebe den Stoff solange zusammen, bis mein Rockteil in etwa die Bündchenbreite hat. Im Zweifel laßt es lieber ein klein wenig breiter als das Bündchen - ein Extrafältchen läßt sich immer unterbringen (verdammt nochmal - wieso muß ich jetzt an mein Spiegelbild denken?!). Ich verknote auch die Unterfäden der zweiten Seite und verteile dann die Rüschen gleichmäßig. Beim zweiten Rockteil verfahre ich genauso.

Rockteile aufgerüscht.
 Da ich lieber auf der sicheren Seite fahre, nähe ich nun beide Rockteile einmal am oberen Rand mit einem dehnbaren Stich zusammen - der Zickzackstich reicht. Dann kann mir keiner mehr aus der Verbindungsnaht mit dem Bündchen rutschen.

Rockteile mit Zickzackstich verbunden.
 Jetzt kommt das Bündchen an die Reihe. Hier bin ich noch in zwei Schritten vorgegangen, um es anzunähen, ich denke aber, einer tut es auch. Näht beide offenen Kanten des zusammengeklappten Bündchens gleich mit einem dehnbaren Stich (die dehnbaren Stiche sind hier wichtig - sonst nutzt Euch die Dehnbarkeit des Bündchens am Ende gar nichts) an die gerade verbundenen Rockteile. Wer Sorge hat, daß er dabei eine Stoffschicht entgleiten läßt, kann es auch so machen, wie hier gezeigt: Klappt das Bündchen auf und legt es rechts auf rechts um die Rockteile. Verbindet alle drei Schichten mit einem dehnbaren Stich.

Bündchen zunächst mit einer Seite an die Rockteile genäht.
 Klappt dann das Bündchen wieder zusammen und näht auch die zweite offene Kante an die zuvor entstandene Naht. Nun könnt Ihr die Rüschnähte entfernen, die zu sehen sind - meist ist das nur die untere. Schneidet den Unterfaden in größeren Abständen ein und zieht ihn heraus, dann könnt Ihr den jeweiligen Oberfaden quasi abnehmen. Danach könnt Ihr die "allesverbindende Naht" noch nach unten in den Rock klappen und diese - wieder mit einem dehnbaren Stich - von rechts absteppen. Da meine Tochter auch auf abstehende Nähte sehr empfindlich reagiert, ist das bei uns Pflicht, aber ansonsten ist das nicht unbedingt nötig. Für die Optik macht es einen kleinen Unterschied,den Ihr erkennen könnt, wenn Ihr das allererste Foto mit dem allerletzten vergleicht :-)

Fertig!
Sooooo. Noch Fragen? Fragt nur :-) Ich muß jetzt meine Große wieder ins Bett bringen, die schon ein paar Minuten hinter mir steht und fragt, wann ihr Rock fertig wird. Morgen Süße, morgen :-)