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Donnerstag, 15. September 2016

Die Monster sind los!

Ich sage es besser gleich: Hier hat sich einiges verändert, seit ich das letzte Mal über das Thema Nähen geschrieben habe. Damals war ich noch voller Unschuld der Meinung, die Sache im Griff zu haben. Naiv, ja, ja. In den letzten Monaten musste ich dann auch erkennen, dass ich mich in diesem Punkt vollkommen und  tiefgreifend geirrt hatte - SIE hat MICH im Griff und die bunten, ungezähmten Produkte meiner verdrehten Gehirnwindungen haben hier inzwischen längst das Zepter übernommen (ich wünschte, sie würden auch den Haushalt schmeißen, aber DAS haben sie unglücklicherweise bislang noch mir überlassen). Überlege gut, wem Du Augen gibst, sage ich nur...

Spot, Albert und Fledderick - die Neuen im Garten des zehnten Meeres
Was ist passiert? Waren es die Woomahoos? Auch. Hatte der sehr engagierte Albert damit zu tun (man sieht ihn hier auf einem Foto bei einer seiner gesundheitspolitischen Aktionen)? Bestimmt. Fing es vielleicht mit den Gorgies an? Hier, hier und hier ist ihre Entwicklung nachzulesen und JA! Sie haben ganz sicher etwas ins Rollen gebracht. Mit ein bisschen Weitsicht hätte man gerade hier erkennen können, dass allein schon diese Spezies niemals mit Stillstand zufrieden sein würde, nein, sich entwickeln MUSSTE. Dass das bei ihrem gierigen, kompromisslosen Charakter heikel werden könnte, hätte man zumindest erahnen können. Aber nein, betriebsblind wie ich war experimentierte ich weiter. Tja, auch Frankenstein hat seine Kreaturen einst geliebt und die möglichen Folgen seiner Arbeit sehr lange ignoriert. Nun ist das zehnte Meer annektiert. Doch malen wir das Monster nicht an die Wand - bislang gehört Ihnen NUR das zehnte Meer, der Ort an dem wir wohnen. Sicherlich werden wir sie hier eindämmen können, sollte das notwendig sein... denke ich... doch, bestimmt... na gut, einige wurden schon in Berlin gesichtet... andere in Toronto... aber das war jetzt auch alles, glaube ich... ach wartet... in Polen noch, da ist auch einer entlaufen... ähm... ja, in die Schweiz sind sie auch vorgedrungen... mmh...

Schon während ihrer Entstehung mußte man bei den Gorgies - hier eigentlich noch sicher in Stickfolie verpackt - immer aufpassen. Bisswunden waren keine Seltenheit.
Naja, wenn man ehrlich ist, hatte sich das Ganze schon weitaus früher angekündigt, nämlich in diesem Moment in grauer, grauer Vorzeit, als mich im Alter von knapp drei Jahren Amors Pfeil zum allerersten Mal traf und das Opfer meines ersten großen amurösen Engagements ausgerechnet ein Frosch war. Nein, nicht der aus dem Brunnen - ein bisschen moderner war ich schon - der aus der Muppetsshow... oder Sesamstrasse... ganz wie Ihr wollt: Kermit - höflich, freundlich, diplomatisch, kreativ und intelligent, immer das Gute in seinem Gegenüber sehend. Er ist eine pädagogisch höchst wertvolle Lehrkraft, zusätzlich als freier Journalist, Entertainer, Schauspieler und Sänger tätig und von einem UNSCHLAGBAR SCHÖNEN GRÜN - was auf den ersten Blick wie merkwürdiger Geschmack anmuten mag, lässt sich insgesamt dann doch sehr gut begründen, wie ich finde. Natürlich war es aber leider eine tragische Liebe - Ihr kennt alle dieses Schwein. Irgendwann mußte auch ich erkennen, dass es an IHR kein Vorbeikommen gab.

Da denkste, Du hast ein Stillkissen und plötzlich schlüpft daraus ein riesen Drache... So sieht es aus in unserem Leben.
Wie alle Drachen brauchte er eine Aufgabe und war außerdem einfach zu gefräßig für unser Budget. Er wurde nebst größerem Reiseproviant nach Berlin in beste Hände gegeben, um dort auf sein eigenes Kind aufzupassen, was er seitdem mit größtem Erfolg tut.
 Ich begann dann stattdessen, eigene Wesen zu entdecken, die irgendwie in meinem Kopf geboren zu werden schienen...oder war ich nur ihre Tür in diese Welt? Es regen sich doch arge Zweifel in mir, ob ich wenigstens im Bereich der Monsterschöpfung die Leitung habe oder auch hier nicht mehr als ein Erfüllungsgehilfe bin - auf jeden Fall war ich seit diesem Zeitpunkt nie mehr wirklich allein. Sie waren von nun an immer bei mir, in meinem Kopf, um mich herum - egal wohin ich ging. Sie wollten gezeichnet werden, genäht, wollten diskutieren, kuscheln, dabei sein - auch wenn es noch so unpassend war - machten ständig sarkastisch trockene Kommentare aus dem Hintergrund, tanzten mit mir beim Kochen durch die Küche oder schenkten mir durch ihre lächelnde Gegenwart einfach Seelenruhe. Ist es eine Form von Wahnsinn? Vielleicht. Wahrscheinlich. Aber selbst wenn, dann gebe ich ihn NIE, NIE WIEDER HER.

Immer hilfsbereit zur Stelle - unsere Bummbies, ihres Zeichens Türsteher.
Ja, bei Kermit lag der Anfang. Es dauerte eine Weile, einige Jahre gingen ins Land, doch dann schlug die Liebe zum Frosch in Bewunderung für seinen Erschaffer um. Jim Henson hat der Welt ein Geschenk gemacht, vor allem, aber durchaus nicht nur den Kindern. Er hat Menschen aller Altersklassen erfreut, sie auf sanfte und humorvolle Art miterzogen, die andersartigsten Wesen zusammenarbeiten lassen, Brücken gebaut und Liebe verbreitet. In meinem bunten Herzen wird er immer seinen Platz haben. Seit damals wollte ich tun, was er tat und trotz all der Umwege, auf die mich mein Leben geschickt hat, habe ich die Monster im Kopf nie gehen lassen, sondern sie von zweidimensionalen Zeichnungen allmählich dreidimensionaler werden lassen - UND JETZT ENDLICH ist es an der Zeit, sie in Lebensgröße, echtem 3D, der Sprache fähig und zum Anfassen in diese Welt zu holen!!! DER DAMM IST GEBROCHEN!!!

Spätestens dann wird Dir klar - ETWAS in Deinem Haus hat sich verändert... Spülen nicht vergessen Fledderick, ja?
Dachte ich. Und nun? Jetzt sind sie da. Als wäre es kein weiter Weg gewesen, sondern das einfachste auf der Welt. Und es werden ständig mehr. Der Zauberlehrling kommt mir in den Sinn und ich fürchte mich ein bisschen, doch muss ich sagen, dass sich trotz aller äußerlichen Fremdartigkeiten, trotz des Zusammentreffens ganz unterschiedlicher Kulturen die allermeisten Wesen im Grunde ihrer Seele nicht wirklich von uns unterscheiden. Eigentlich ist es sogar ungeheuer spannend, bereichernd und lehrreich, sie hier zu haben und wenn sie sich dafür ein bisschen von unserem Lebensraum nehmen und etwas Durcheinander stiften, dann ist das sehr in Ordnung - wir hier im zehnten Meer haben von allem mehr als genug und teilen gerne. Vielleicht habe ich - seit sie nun auch stofflich präsent sind - nicht mehr alles so unter Kontrolle - aber unter uns: Wer hat das in Wirklichkeit schon? Und der Versuch gegen das ganz natürliche Chaos mit allzu strikten Regeln anzugehen, ist ein Kampf gegen Windmühlen, erstickt oft auch jede Kreativität sowie möglicherweise hilfreiche Zufallsereignisse im Keim und ist damit meines Erachtens nach auch nicht immer sinnvoll. Unser Leben ist also ein bisschen bunter und wilder geworden, aber wir auch gelassener. Und das ist gut so. Daher schieben wir jetzt die dezente Angst vor der vermutlich aufregenden Zukunft beiseite und freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit den vielen neuen Charakteren in unserem Heim.

Spot hilft mir in meiner Monsterküche - immer mit einem Lächeln auf den Lippen :-)
Ich werde Euch in den nächsten Posts die Monster einzeln (sofern sie mich lassen) fertig und z.T. auch in ihrer Entstehung vorstellen und wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr mich begleiten, wenn ich im nächsten Monat anfange, meinen ersten Puppenbaukurs an der hiesigen Grundschule zu geben. Hmm? Ja. Ich verbreite sie ungeniert weiter, stimmt. Doc Frankenstein halt... eigentlich glaube ich aber auch wirklich nicht, dass sie jemandem tiefgreifender schaden könnten, doch solltet Ihr andere Informationen haben, meldet Euch bitte bei mir, dann schalten wir umgehend den Monsterflüsterer ein.

In diesem Sinne HERZLICH WILLKOMMEN im neuen alten Blumenladen ihr Monster und alle, die Ihr Spaß daran habt!

Liebe RUMS-Gemeinde - ich glaube, ich habe noch nie etwas so sehr für mich gemacht, wie diese Klappmaulmonsterpuppen :-)

Eure Tanja

Montag, 17. Juni 2013

Miss Gorgy reist nach Kanada

Darf ich vorstellen? Das hier ist Miss Gorgy. Sie hatte dankenswerter Weise gerade noch Zeit für zwei Fotos, bevor sie uns in Richtung Kanada verläßt. 

Miss Gorgy - ein strahlendes Lächeln und ein kleines Geheimnis...
Mit Miss Gorgy bewegen sich die Gorgies in eine neue Dimension, denn Miss Gorgy hat eine Besonderheit: Außer, dass sie sich in etwas edlerem Design aus sandfarbenem Jeans und Stenzostoffen präsentiert, ist sie - wie alle weiblichen Wesen - vielschichtig. Wo hingegen ihren größeren Brüdern ein Bauch zum Füllen genügt, besitzt Miss Gorgy eine zusätzliche zweite Tasche am Rücken.

Trotzdem weiter In The Hoop - Miss Gorgy und ihre zusätzliche Handytasche.
In diese passen hervorragend IPhones oder Samsung Galaxys S1 bis S4 und - da sicherlich nicht nur ich eine persönliche Neigung zum Musikhören habe - auch mit angeschlossenem Kopfhörer. Da Miss Gorgy dezent gepolstert ist (das wird sie nicht gerne hören, aber es entspricht schlicht der Wahrheit), bietet sie den empfindlichen Smartphones einen gewissen Schutz vor Stürzen oder unübersichtlichen Riesenhandtaschen voller kratzig-harter Gegenstände wie Schlüsseln oder Nagelfeilen. Ansonsten nimmt Miss Gorgy gerne Kleingeld, Kreditkarten oder auch mal einen Lippenstift zu sich, womit sie eine sehr praktische Begleiterin bei Kurzausflügen in Stadt oder Supermarkt darstellt.
Es bleibt zu erwähnen, dass sich auch männliche Wesen dieser Linie in der Entwicklung befinden, aber die sind eben leider ein ganz kleines bißchen langsamer ;-)

Freitag, 14. Juni 2013

Ich will aussteigen!!!!!!


"Kauft, Leute, kauft! Es gibt so viele schöne Dinge, die J E D E R VON UNS
U N B E D I N G T HABEN M U S S!!! " schreit die Werbung uns ins Gesicht. Tag für Tag, überall. Ob nun im Fernsehen oder in der Tageszeitung, im Radio oder in der Zeitschrift, die wir beim Friseur oder Arzt durchblättern, an jeder Straßenecke, Bus- oder Bahnhaltestelle, im Supermarkt und intensiv in all den netten "kostenlosen" Apps für unsere immer unentbehrlicher werdenden Smartphones - wir leben in einer mit Werbung zugepflasterten Welt. Stellt Euch mal vor, wieviel schöner unsere Umgebung aussehen könnte, wenn statt der Werbung Bilder an die Bushaltestellen gemalt würden, Mosaike geklebt oder Blumen gepflanzt. Aber nein - Werbung.


Warum? Na klar - wir sollen konsumieren. Um das zu erreichen, spielt man mit unseren angeborenen Bedürfnissen, unseren Sehnsüchten: Jeder möchte attraktiv sein und gesund, bequem und sicher leben. So gaukelt uns die Werbung eine schöne, gepflegt farbenfrohe Welt mit lächelnd-coolen, aber meist recht steril wirkenden "Schönheiten" vor, die alles zu haben scheinen, wovon man nur träumen kann. Und sie sprechen zu uns: "Ihr könntet auch so leben - geht nur diesen einen Schritt, kauft unser Produkt!". Natürlich durchschauen wir das... bis zu einem gewissen Grad... Und doch passiert es vielen von uns immer wieder, daß wir in diesen Strudel der suggerierten Wünsche geraten, uns getrieben fühlen, Dinge zu kaufen, zu tun, die mit unseren verständlichen und natürlichen Grundbedürfnissen schon lange nichts mehr zu tun haben.

Ich weiche Werbung mittlerweile aus, so gut ich kann. Sie geht mir auf die Nerven. Ich kann es nicht leiden, manipuliert zu werden und Werbung ist einzig und allein dazu angelegt, uns zu manipulieren. Das ist ihr ganzer Sinn und Zweck. Ich soll mein Geld ausgeben. Ich soll verbrauchen. Vielleicht soll ich damit auch so beschäftigt sein, daß ich kaum noch zum Nachdenken komme, keine Fragen stelle, nicht kritisch bin - ich gehe brav arbeiten, damit ich mir alle meine Wünsche auch erfüllen kann und in meiner Freizeit gehe ich dann shoppen. So bin ich ein wirklich angenehmer Bürger meines Landes und störe auch nicht weiter.

Unser Konsumverhalten hat aber Folgen. Es mag zwar hiesigen Wirtschaftsbossen die Freudentränen in die Augen treiben, aber die globalen Auswirkungen sind durchaus nicht positiv. Abgesehen davon, daß wir unsere Ressourcen verbrauchen, bluten andere für unseren Luxus und das ist z.T. durchaus wörtlich zu nehmen, wie man gerade in Bangladesch gesehen hat. Wir tragen die Verantwortung dafür, wir, die Konsumenten. Gerade wir, die wir in Demokratie, Frieden und Wohlstand leben, sollten uns dessen bewußt werden, aufhören, immer noch mehr zu wollen und unser Verhalten überprüfen. Man kann im ganz Kleinen damit anfangen, etwas zu ändern - das muß nicht einmal sonderlich unbequem sein. Kleine Taten, die man tut, sind besser als große, die in der Planung stecken bleiben. Ich denke, jeder von uns hat ein paar Ideen, wo er/sie etwas verbessern könnte. Laßt Euch nicht vom "Großen Ganzen" frustrieren. Wir sind so viele - wenn jeder ein paar kleine Dinge verändert, macht das in der Masse eine ganze Menge aus. Interessierten möchte ich diese Seite hier sehr ans Herz legen: http://www.storyofstuff.org/ und hier zum Einstieg ganz besonders den Film "The story of stuff". Auf youtube ist der Film auch ins Deutsche übersetzt worden. Es ist erstaunlich und erschütternd, wenn man beginnt die globalen Zusammenhänge wirklich zu begreifen.

O.k. - also ändern wir etwas und fangen bei uns selber an - auch wenn uns unsere Schritte zunächst sehr klein erscheinen mögen. In diesem Zusammenhang ist auch mein neuer Entwurf zu sehen, bei dem es sich einmal mehr um Recycling dreht oder - wie ich jetzt gelernt habe - um Upcycling (finde ich fast noch treffender, denn die Dinge erfahren - zumindest für mich persönlich - eine Wertsteigerung, da neben den positiven Effekten, die das Weiterverwerten auf meine Umwelt hat, nun auch mein Design, meine Persönlichkeit in ihnen steckt).

Unter was für grausigen Bedingungen unsere Jeans v.a. in China hergestellt werden, sollte sich herumgesprochen haben. Leider ist das auch nicht wirklich abhängig vom Preis der Jeans - auch teure Hosen werden in diesen menschenunwürdigen, lebensfeindlichen Fabriken produziert. Was also tun, wenn ich nicht oder nur mit relativ großem Rechercheaufwand erkennen kann, ob ich verantwortungsvoll einkaufe oder nicht? Ganz klar: Weniger ist mehr - also weniger kaufen und das, was wir bereits haben länger nutzen. Spart Euer Geld lieber für eine vernünftige Nähmaschine und dann schöpft aus dem was Ihr alle habt - altes Zeug und Phantasie. Mit ein bißchen Training ist das durchaus keine Notlösung. Dann macht IHR Eure eigenen coolen Designs, bestimmt IHR die neuen Trends und lauft keinem mehr hinterher. Nebenbei tut Ihr auch noch etwas Gutes. Und Geld spart das Nähen so außerdem. Es ist erstaunlich, wie schnell die eigenen Regale überquellen, wenn man einmal in der nächsten Bekanntschaft äußert, daß man sich für abgelegte Kleidung interessiert.

Hosenbein einmal anders - die aufgenähte Tasche habe ich dem Hinterteil  entwendet, der Träger stammt aus dem anderen Bein. Knopfreste von anderen Projekten und alten Blusen, ein Kamsnap, etwas Gurtband, zwei Karabinerhaken und 2 D-Ringe - meine neue Tasche :-)
Extrafeature: Mit Hilfe der am Hosenbund  abgetrennten und hier wieder angebrachten Gürtelschlaufen sieht das Ganze nicht nur witziger aus, sondern läßt sich auch als Gürteltasche verwenden. Den Träger kann ich zu diesem Zweck abnehmen. Die Fransen sind noch ganz neu - einmal in der Waschmaschine oder länger im Gebrauch werden sie noch franseliger.
Für diese Tasche habe ich eine Hose meines älteren Sohnes zerschnitten. Ich hatte sie für den Kleinen (Altersabstand 8,5 Jahre) aufgehoben, dann aber festgestellt, daß sich die Mode mittlerweile geschickterweise so geändert hat, daß ich es ihm kaum zumuten konnte, mit dieser Hose in der Schule aufzutauchen. Ja, man manipuliert uns schon geschickt. Allerdings hatte ich schon länger nach einer Tasche für mein unmöglich großes Handy gesucht, damit ich beim Staubsaugen Musik hören kann. Ja, ich höre beim Staubsaugen Musik. Ich finde Staubsaugen totlangweilig und sehr lästig. Leider ist es bei einem Haushalt mit vier Kindern, die jeden Tag des öfteren rein- und rausflitzen ziemlich eindeutig unvermeidbar, also versuche ich die Zeit, die ich mit Mr.Dyson verbringen muß (ja, auch hier ist da jemand der Werbung auf den Leim gegangen), sinnvoll zu nutzen. So höre ich dann Musik und... singe. Ist bestimmt lustig für andere, aber das ist mir egal - mir macht es Spaß :-) und das ist etwas, was ich vom Staubsaugen nie erwartet hätte. Am praktischsten erschien mir dafür eine Gürteltasche, damit ich beide Hände frei habe und der Träger sich nicht mit dem Kopfhörerkabel verheddern kann. Nach ein bißchen Basteln und Probieren fand die Hose dann ihre neue Bestimmung und wurde zu dieser - sogar gefütterten - Tasche. So mutierte sie vom Dachbodenbewohner zum täglich genutzten Lieblingsstück, denn sie gefiel mir dann so gut, daß ich doch noch einen abnehmbaren Träger dazubaute, um sie auch sonst zum Einsatz bringen zu können.

(-: Viel schöner als jede Werbung :-)

Freitag, 10. Mai 2013

Drachenwärme

"Haaaalloooo! Hier bin ich, der erste Kirschkernkissenwollfilzfusseldrache der Welt und ich will Dich WÄRMEN!!!"
Ich liebe Drachen. Drachen sind ein Symbol für unbezähmbare Stärke, majestätische Größe, mystische Tiefe. Tragischer Weise war es auch mir nicht vergönnt, zu einem dieser Zauberwesen Kontakt aufzunehmen... Bis jetzt! Denn dann, an einem lauschigen Winterabend - von denen wir ja nun reichlich hatten in den vergangenen Monaten - schoß ER durch meinen Kopf. Einfach so - mittendurch.

 "Ein echter Drache braucht Flügel, sonst ist er ein Lindwurm." Aha. Er nimmt den Mund ganz schön voll dafür, daß seine hier wohnhaften Kollegen mehr als doppelt so groß sind wie er...
"Mensch, ist DAS HELL! Nein, ich kann so NICHT in die Kamera lächeln!" Na gut. Dann eben nicht.
 Zugegeben - er ist nicht gerade besonders majestätisch und auch nicht wirklich groß oder wenigstens stark, aber ausgesprochen freundlich, kuschelig und, naja... eigen. Als erster seiner Art war er noch namenlos - wer hätte ihn auch irgendwie nennen können? - und so tauften wir ihn Proto. Das fand er eher mittelprächtig, aber mangels eines besseren Namens ist dieser hängengeblieben und so kann ich ihn nur als solchen vorstellen: Hier ist er also, Proto der Erste, seines Zeichens Kirschkernkissenwollfilzfusseldrache.

"Ist es jetzt mal gut mit Fotos?! Ich möchte mich sonnen! Wir können dann nachher kuscheln, o.k.?" Prima, dann ist er auch schön aufgewärmt ;o)
Wahrscheinlich kam er zu uns, um ein paar liebreizende Bekanntschaften zu machen, denn hier wohnen noch mehr Drachen. Diese Exemplare z.B. haben ein herausnehmbares Dinkelkisseninnenleben und schmiegen sich wunderbar um kalte Schultern oder wärmen Kinderbetten vor.

Drachenmasern? Nein, ich denke nicht. Sie sah schon immer so aus.
 Sie eignen sich auch hervorragend zum Alpträume vertreiben und stundenlangen Zuhören. Eine Anleitung zum Nachbau gibt es hier: http://www.urbanthreads.com/tutorials.aspx?t=Dragon+Hot+Pack. Sie ist auf Englisch, aber reich bebildert.


Was murmelt er denn da? Mmmh... einen Liebeszauber?!

Montag, 28. Januar 2013

Taaaaaaaaaaaaschen!!!!!!!

Großprojekt holibag von mein Liebstes. Gute Anleitung, aber etwas Erfahrung schadet hier nicht.
Mit dem Thema Taschen werden ganze Bücher gefüllt. Mich haben sie am Anfang überhaupt nicht interessiert, da ich es grundsätzlich vorziehe, nichts mit mir herumzutragen. Da sich das im Alltag aber nunmal nicht immer vermeiden läßt - zumal mit vier Kindern - habe ich dann doch angefangen, mich mit diesen größeren oder kleineren Schätzchen zu beschäftigen. Es hat nicht lange gedauert und auch ich war infiziert. Taschen. Taschen für jede Gelegenheit, in jeder Größe, Form und Farbe und ich allein entscheide. Genial. Außerdem kann man wunderbar kleine praktische Details und Aufteilungen einbringen, die perfekt auf einen selbst zugeschnitten sind. Inzwischen genieße ich das sehr und finde - ganz weiblich - man kann eigentlich nie genug Taschen haben. Das geht dann auch fließend über in stationäre Taschen und Täschchen, wie z.B. Utensilos, die uns auch zu Hause helfen,unseren Alltag zu organisieren.
Schnittmuster selbstgebastelt, Stickdatei aus JPs Garden, erhältlich bei HUUPS!

Utensilos eignen sich hervorragend, um in das Thema "Taschen" einzusteigen. Schnell gemacht und einfach zu nähen, bieten sie trotzdem eine große Variationsbreite und Gestaltungsmöglichkeiten, auch kann man sie verstärken oder abwaschbar herstellen, besticken oder mit Applikationen verschönern ohne ganz viel kaputt gemacht zu haben, wenn nicht gleich alles perfekt klappt. Es gibt sehr gute kostenlose Anleitungen im Netz, z.B. für die oben gezeigte eckige Variante bei Farbenmix http://www.farbenmix.de/shop/Kreative-FREEbooks/Naehanleitung-Utensilo-Kreativ-Ebook::9730.html .

Wer Utensilos dieser Art schon im Handumdrehen und ohne Probleme näht, dem stehen weitere einfachere Modelle wie folgendes zur Verfügung http://www.farbenmix.de/shop/Alle-Kreativ-Ebooks/RatzFatz-Tasche-Kreativ-Ebook-als-Geschenk::8982.html :
Hier kann man dann noch etwas mehr mit eigenen Ideen und Verzierungen experimentieren. Mein Beispiel stammt aus der Hello Kitty Phase wie unschwer zu erkennen ist. Es hat ein bißchen gedauert, bis ich mich zu der Verarbeitung dieser Katze durchringen konnte, aber die Tasche war ja schließlich nicht für mich und wer kann Fans wie diesem schon etwas abschlagen???
Auch selbstgemacht. Das Kind ist allerdings ein Co-Produktion mit meinem Mann :o)
Auch einfach: Federmäppchen. Diese hier sind aus einem einzigen schlichten Stück Stoff (Oxford 600D - der Stoff, aus dem viele Rucksäcke sind) gefertigt (Anleitung im Dawanda Blog unter DIY-Anleitungen, DIY:Federmäppchen).
Innen und außen abwaschbar und sehr robust.

Zum Besticken mit der Maschine auch ohne Verstärkung sehr gut geeignet.

Kauft keine Schnittmuster für Federmäppchen, Schlampermäppchen und Co., guckt erstmal hier http://www.kostenlose-schnittmuster.de/. Da gibt es so viele Möglichkeiten, für die man nicht viel Erfahrung braucht. Wenn hier nichts zu finden ist, könnt Ihr immernoch anderswo kaufen.
Wenn Ihr ein bißchen etwas ausprobiert habt, legt die Anleitungen zur Seite und versucht Eure eigenen Ideen umzusetzen. Nur Mut! Meine Kleinste brauchte z.B. eine kleine Balletttasche...
Hier habe ich innen Wachstuch verarbeitet - die Trinkflasche hält entgegen aller Versprechungen doch nicht immer dicht.

Tasche Eigenentwurf, Stickdatei von Hexenklexe "Ballett-Silhouettes".

Selbstentworfene Tablettaschen

Mit viel Platz zum Besticken. Dateien von HUUPS! "Spiegelwald" und "Hello Kitty" von Needlework Designs.

So. Wer diese Taschen leicht anfertigen kann, der kann sich an Größeres heranwagen. Anleitungen gibt es so viele wie Geschmäcker. Sucht im Buchladen, bei amazon, bei Dawanda, Farbenmix, mein Liebstes, sucht nach "Schnittmuster Tasche" bei Ecosia, google, yahoo!, Bing! oder sonstwo, sucht, bis Euch die EINE packt. Aber man sei gewarnt: Taschen können Nerven kosten und umfangreich ausgestattete Modelle dauern in der Herstellung doch wesentlich länger als ein Pullover oder Hosen. Also am besten, man packt von vorneherein eine ordentliche Portion Geduld mit ein, schnappt sich eine große Tasse Tee, Kaffee, Kakao oder was Ihr sonst so zu Euch nehmt  (außer vielleicht zu viel Alkohol) und liest zu allererst die ganze auserwählte Anleitung von vorne bis hinten durch. Echt. Die Ganze. An dieser Stelle sollte man sich Zeit lassen und den Prozess genießen. Es lohnt sich, jetzt alles zu Ende zu denken - während der Verarbeitung wird es trotzdem überraschende Momente geben, aber so kann man dem doch ganz brauchbar entgegensteuern und die Probleme reduzieren.
Ein schönes mittleres Projekt: Kulturtasche abgewandelt nach der Wischiwaschi von farbenmix. Stickdatei "Love Chirp" von Huups!

Eigenkreation Kulturbeutel. Stickdatei "Up to the stars" von Kunterbuntdesign.

Organette von Farbenmix

Superpraktisch als mitnehmbares Innenleben und Organisator der Handtasche. Perfekt zum schnellen Handtaschenwechsel.

Bei der Auswahl der Stoffe macht es absolut Sinn, sich zunächst über den Zweck der Tasche im Klaren zu sein. Wird sie nur selten und zum Ausgehen benutzt? O.k. - kein Problem - sie sollte zum Kleid passen, ansonsten ist man ziemlich frei, denn viel muß sie ja nicht aushalten. Trotzdem möchte die eine oder andere vielleicht lieber Flecken vom Lippenstift oder Ähnlichem vorbeugen, dann sind abwaschbare, beschichtete Stoffe wie Wachstuch (nicht das ganz billige, sonst reißt es an den Nähten bald ein, gute Adressen für solche Stoffe sind http://www.serukid.de oder auch http://www.limetrees.de/) gerade auch für das Innere eine gute Idee. Sollen normale Baumwollwebstoffe verwendet werden, sollte man sie verstärken, d.h. ein papierähnliches, aber waschbares Vlies aufbügeln (z.B. vom namhaften Hersteller Freudenberg (Homepage http://www.vlieseline.de/ - hier sind die Produkte auch gut erklärt - es gibt aber auch andere ordentliche Hersteller). Außenstoffe können aber z.B. auch aus Kunstleder (verschiedene Qualitäten gibt es z.B. bei http://www.buttinette.com), Wollfilz oder LKW-Plane (z.B. bei http://www.limetrees.de/) sein. Wird die Tasche ein täglicher Begleiter, die auch einiges an Gewicht tragen muß, lohnt es sich absolut nicht, am Stoff oder am Garn zu sparen. Qualität ist alles. In die Tasche fließen mehrere Stunden Arbeit - es ist eklig frustrierend, wenn sie sich bereits nach wenigen Tagen wieder auflöst.
Die Florabella von Jolijou zu haben bei farbenmix hat es mir angetan. Tolle Größe, sehr hübsches Design.

Die Käferdatei gibt es bei HUUPS! "Cheeky bugs" heißt sie.

Florabella für mich. Meine Apfelherbsttasche.

Stickdatei "Streifzüge", erworben bei Kunterbuntdesign.

Aaaaalso: Anleitung lesen, planen, gut einkaufen und dann: Zeit organisieren! Am besten mehr Zeit. Meistens näht man auf irgendein Ereignis zu - den Stoffmarkt, eine Reise, einen Ausflug, eine Feier. Ich habe schon mehr als einmal die Nacht davor an den Maschinen verbracht. Das ist nicht förderlich für einen entspannten Tag danach. Mit viel Erfahrung kann man die Zeiten in etwa abschätzen, die man braucht, um Unerwartetem zu begegnen. Am Anfang sollte man einfach nicht auf den letzten Drücker anfangen. O.k.. Ist so einer von diesen gut gemeinten Ratschlägen. Macht, wie Ihr denkt - ich weiß es nun genau und setze es trotzdem oft noch nicht um :o) Vielleicht habt Ihr Eure Zeitplanung besser im Griff als ich.
In der Nacht vor Heiligabend fertig geworden. Mumm´s Carry Me Home Tasche mit Freihandstickerei.

 Ansosnsten: Laßt Euch nicht entmutigen, wenn es auch zwischendurch mal kompliziert wird. Anleitung lesen, die Taschenteile ein bißchen drehen und wenden, probieren und nochmal lesen. Im Zweifelsfall ruhig mal eine Frage stellen. Hier oder auch z.B. da: http://www.hobbyschneiderin.net/ - eine sehr gute Seite für Antworten aller Art rund ums Nähen. Wenn ich Euch helfen kann, freue ich mich auch. Also: Viel Spaß! Auf dass Ihr süchtig werdet - so wie ich ;o)
Traumtasche nach dem farbenmixadventskalender 2011. Tolle Idee liebe farbenmixer!!!

Design Rückseite = Kombination aus eigenen Ideen, der Huups! Stickdatei "Treehugger" und der Emioli Stickdatei "Hoot"

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Wie alles anfing... oder: Her mit dem Fleece!!!


Von meinen allerersten Arbeiten gibt es keine Fotos. Als ich mit 18 anfing, Teddybären und ein paar Kleidchen für mich zu nähen, machte man Fotos noch mit einer unhandlichen, teuren Kamera und ich, gerade fertig mit der Schule, eigenes kleines Zimmer, Erstsemester Kunstgeschichte, Volkskunde und Publizistik, hatte keine. So gingen die kuscheligen Gefährten, die ich an Freunde und mittlerweile zu Ex-Freunden mutierten Bekanntschaften verschenkte, einfach verloren, ohne aufzeigbare Erinnerungen zu hinterlassen. Die Kleidchen passten irgendwann nicht mehr oder lösten sich auf und verschwanden so ebenfalls spurlos. Das machte mich immer ein bißchen traurig.

Bei meinem Näh-Neustart vor etwa 4 Jahren sah die Welt komplett anders aus - ich, inzwischen verheiratet, Tierärztin, bereits drei Kinder, viertes im Ansatz, war stolze Besitzerin einer Digitalkamera, die mittlerweile durch ein neueres Modell ersetzt und durch ein Smartphone ergänzt wurde. Ich schwelgte und schwelge in den Möglichkeiten. Seitdem fotografiere ich meine Nähergebnisse und die anderen Produkte meiner kreativen Attacken. Einiges davon zeige ich Euch heute und dann könnt Ihr mich begleiten vom Anfang bis zur Gegenwart, in der immernoch und mehr denn je eifrig genäht, gezeichnet, gebastelt und designt wird.

Nähen ist gar nicht schwer. Jede/r von uns kann tolle, individuelle Dinge schaffen - man braucht allerdings ein wenig Equipment, eine gute Anleitung, am besten jemanden, um Fragen zu beantworten und Lust und Zeit zum Gestalten. Eine gute Nähmaschine lohnt sich - mit ein bißchen Glück kann man bei bekannten Auktionshäusern oder aus der Zeitung ein älteres Markenmodell für wenig Geld erwerben, manchmal auch gleich mit dem ersten Nähzubehör. Ich habe mit billigen Neu-Maschinen meine ersten Gehversuche gestartet und kann davon nur abraten. Sie haben schon bei meinen Fleecepullovern gestreikt, wenn es darum ging, mehrere Lagen übereinander zu nähen. Ich war so erleichtert, als ich endlich eine Maschine hatte, die nicht dauernd die Arbeit verweigerte! Was für eine Zeitersparnis, was für eine Frustreduktion.

Mit Fleecepullovern fing Teil 2 meiner Nähkarriere an. Ich war im Internet auf diese entzückenden Zipfelpullis gestoßen und plötzlich juckte es mich wieder in den Fingern. Fleece ist ein guter Stoff, um zu beginnen, da er prima zu verarbeiten ist, nicht ausfranst und kleine Fehler in der Paßgenauigkeit verzeiht. Außerdem geht er beim Waschen nicht ein und kann daher auch nicht-vorgewaschen verarbeitet werden.

Dinopulli
Mein erstes Modell war ein Dinopulli für meinen kleineren Sohn. Kurz darauf wollten alle Kinder Dinomode und schon war ich in jeder freien Minute am Nähen, was sich seitdem auch nicht wesentlich geändert hat. Nur die Zahl der freien Minuten bleibt nicht gleich, sondern verhält sich gegenläufig zu den anderen zeitfressenden Herausforderungen im Leben einer Mutter - z.B. Magen-Darm-Grippe x 6 oder nicht enden wollender Hausaufgabenbeistand. Die Dinopullis sind in Anlehnung an das Farbenmixmodell "Kronenpulli Bea" enstanden. Ich persönlich empfinde viele Schnitte von Farbenmix als sehr anfängergeeignet, v.a. mit den dazugehörigen Anleitungen im Netz. Die Kapuze habe ich allerdings selbst nachjustiert.

Eigenbau Kapuzenkamm

Zum einen fand ich den Durchschlupf für meine kleinen Dickschädel beim Original etwas eng und zum anderen mußte ein bißchen mehr Dinogefühl hinein. Die Zacken sind aus festem Textilfilz und zusätzlich innen mit Vlies verstärkt - so bleiben sie auch stehen. Für die Kleinste kam passend noch eine Hose dazu - das ergab ein niedliches warmes Kostüm für den Karneval.

Dinoanzug

Weitere Pullover folgten. Ich war und bin fasziniert von der Möglichkeit, meine Zeichenleidenschaft in Form von Applikationen einzubringen.

Sonnenpulli mit Fingerknotenkapuze
Ritterpulli, auch aus meinem Kopf, mit selbst entworfener Applikation
Eigenkreation Cape
Eigenkreation Pferdeapplikation

Nähen wurde zur Leidenschaft. Ich entdeckte neue Möglichkeiten. Ich wollte mehr Maschinen: Eine Overlock zur problemlosen Verarbeitung dehnbarer Stoffe und zur allgemeinen Beschleunigung von Versäuberungsprozessen und, der Gipfel aller Traumgebirge, eine Stickmaschine mit USB-Eingang und das passende Stickprogramm zur perfekten individuellen Verzierung der Eigenproduktionen und zur Verwirklichung eigener Ideen auf Stoff. Es dauerte ein bißchen, aber Geburtstag und Weihnachten sorgten schließlich für noch mehr Nähwahnsinn, an dem Ihr in Zukunft noch ausführlich teilhaben könnt. Auch Fleece läßt sich sehr gut mit Overlock und Stickmaschine bearbeiten, wobei zum Besticken ein Stickvlies drunter und eines darüber gehört - für "drüber" am besten eine Stickfolie, die verhindert, dass sich die Fleecefasern durch das Stickbild mogeln. Reste der Folie können hinterher ausgewaschen werden.

Mal ein wirklich persönliches Geburtsgeschenk. Blumentasche by me.
Abgewandelt nach Farbenmixschnitt "Drunter und Drüber", Stickdatei von Ginihouse
Farbenmixschnitt "Klein Fehmarn"
Auch von hinten piratig. mit Piratenboot von Ginihouse
Für einen kleinen Fußballfan

Auch heute mag ich Fleece noch gerne, gerade wenn es draußen ungemütlich wird, allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede. Am besten ist es, wenn man das Fleece vor dem Kauf anfassen kann, wie z.B. auf einem Stoffmarkt oder eben im Geschäft. Auch am Preis kann man sich bedingt orientieren. Ich habe allerdings trotz aller Antipillingbehandlungen noch kein Fleece erlebt, was nicht ein bißchen durch die Wäsche einbüßt. Trotzdem - ein guter Stoff, auch in Kombination mit anderen Stoffen.

Abgewandelter Farbenmixschnitt "Amelie" mit Jeansapplikation und Stickmuster aus "J.P.s Garden".



Auch nach "Amelie", aber mit Schalkragen und Stickdatei "Glitzipockets"

Kombi aus Fleece und Babycord. Schnitte von Farbenmix und Ottobre.

Hinten mit Prinzessin.
Auch in Kombination mit Jersey schick. Schnitt für Baskenmütze und Volantschal sind ein Eigenbau.

So. Jetzt habt Ihr vielleicht schon eine Ahnung, was hier auf Euch zukommt. Ich hoffe, ich werde in den nächsten Tagen nicht zu sehr durch andere Dinge aufgesogen, ansonsten geht es hier bald weiter. Zum Abschluß noch ein Bild von einer meiner liebsten Kreationen für meine liebe Schwägerin, ihres Zeichens eine ausgesprochene Froschfreundin. Auch hier konnte ich den Spaß am Zeichnen meiner Biester ins Schnittmusterbasteln und Nähen mit einfließen lassen.

Fang die Fliege!!! Die Mütze ist gleichzeitig Schal.

Bis bald und viel Spaß beim Nähen!