Dienstag, 11. Februar 2014

Es war einmal... oder wie es mit den Gorgies weiterging, Teil 2

Es gibt Neuigkeiten!
Gorgies, Gorgies, Gorgies - wohin das Auge blickt. Ihre Zahl wächst weiter und ihre Vielfalt und Selbständigkeit nimmt zu. Manchmal träume ich schon davon, in der ansonsten makellosen Stille der Nacht die Nähmaschine rattern zu hören... oder träume ich gar nicht? Zuzutrauen wäre es ihnen, die Regie selbst in die Hände... Pfoten?...Krallen?... zu nehmen. Mittlerweile haben sie sich jedenfalls bis nach Polen verbreitet und ein Exemplar hat es sogar in die Schweiz geschafft - kurz vor der Abstimmung gegen unkontrollierte Zuwanderung. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sich weiter unten vorgestelltes Exemplar von irgendwelchen Grenzern hätte aufhalten lassen...

Eine besonders hinterhältige Version ist hier zu sehen.
Steckbrieffoto? Absolut. Er war ganz kurz davor eingebuchtet zu werden ;-)
Nachdem er still und heimlich den Ehering meines Mannes verschlungen hatte, ließ er mich nach Tagen verzweifelter Suche in einer warm-schwülen Sommerwoche - ohne mit der Wimper zu zucken - den kompletten vier Wochen alten und teilweise schon recht lebendigen Hausmüll nach dem guten Stück durchsuchen, nur um zwei Tage später festzustellen, daß Gold dann doch unverdaulich ist und den Ring dem Besitzer entgegenzuspucken. Inzwischen wurde ihm verziehen, aber er hat einige Wochen alleine auf einem Schrank sitzen müssen bevor es soweit war.

Sie wirkt, als könnte sie kein Wässerchen trüben...
Diese Katzengorgydame, die einer Zukunft als Ebookreaderbewacherin entgegenblicken durfte, hat etwas Beängstigendes an sich. Sie hatte zwei Wochen Aufenthalt bei mir, bevor ihre neue Besitzerin sie entgegennehmen konnte und hat diese Zeit genutzt, ihren unstillbaren Appetit nach Wissen zu befriedigen. Naja, zumindest haben wir wirklich ALLES versucht, sie zu sättigen.



Das mit dem "Bücherverschlingen" ging aber, wie man hier sieht, zunächst ein bißchen in die Hose. Nachdem wir ihr allerdings den richtigen Zugang zur Literatur erklärt hatten, machte sie erstaunliche Fortschritte.


Sie lernte in atemberaubender Geschwindigkeit unsere Sprache und den Umgang mit modernem technischem Gerät... Was? Naja gut, vielleicht nicht gänzlich modern, aber immernoch sehr robust und nützlich - auf mein Telefon lasse ich nichts kommen! Es ist mit großem Abstand das allerschönste und liebenswerteste Telefon der ganzen Welt (und Galaxis, wie meine Kleinste hinzufügen würde). Aber das nur am Rande - zurück zu Frau Professor Gorgy:


Hier ist sie dann - nach kurzer Einarbeitungszeit am Computer und dem Vermitteln von Grundkenntnissen über das Internet - bereits dabei, den Sinn und die Entstehung des Lebens zu erforschen. Möglicherweise ist es somit auch ihr Verdienst, daß es zu der nächsten Entwicklung bei den Gorgies kam.

Vielleicht war es aber auch schlicht nicht anders zu erwarten bei der Gorgybevölkerungsdichte hier - es gibt Nachwuchs. Auch die Kleinen sind natürlich hungrig und vertilgen vor allem USB-Sticks, Parkgeld und Auto- sowie Hausschlüssel.

Der allererste und allerkleinste Babygorgy - da ist er.
Bei Gorgies scheint die Brutpflege zwischen den Geschlechtern gerecht aufgeteilt zu sein - ein durchaus nachahmenswertes Modell, wie ich finde. Hier trägt der Vater den Nachwuchs in der schützenden Rückentasche :-)
Und schon gab es Babygorgy Nummer 2 - jaja, haste nich gesehen *schwubs* und schon isses passiert. Kenne ich :-)

Kinderkriegen hat ja dann für viele auch etwas Ansteckendes und so hatten wir denn bald eine sehr fröhlich-bunte Ansammlung von quasseligen Winzlingen - puh. Eine Tüte Mücken ist gar nichts dagegen - da kommt die oben gezeigte Aufbewahrungsmöglichkeit schon recht.

Aber es geht nicht nur kleiner, nein! Die Gorgies können auch größer. Viiiiel größer. Hier nun der Star der Mannschaft, die Mutter aller Gorgies, die es vorgezogen hat, der EU zu entfliehen, um in einem neutralen Land ihre Heimat und ihre Aufgabe zu finden - nein, nicht in der Schwarzgeldverwaltung, sondern als furchtlose Bewacherin eines edlen Notebooks:


 Sie hat ein etwas ungezähmtes, aber im Grunde durchaus freundliches Wesen, allerdings sollte man  ihr eine Aufgabe geben, die sie beschäftigt und gerade IHREN Appetit auf keinen Fall unterschätzen.

Meine Tochter hat den Kampf um ihren Stuhl verloren.
 Wenn sie aber satt und zufrieden ist, ist sie durchaus gesellig und in der Lage, Freundschaften zu schließen...


...bis zum nächsten Anfall von Appetit. Keine Sorge, ich konnte alle noch unverdaut befreien. Bei Kakao und Keksen haben wir danach das Geschehen mit "Rotkäppchen und der böse Wolf" aufgearbeitet. Ich habe auch klargestellt, daß ich Scheren besitze.


Seitdem beschäftigt sie sich lieber kulturell hochwertiger mit Filmmusik. Auch in ihrem neuen zu Hause darf sie weiterhin in die Tasten greifen. Überhaupt hat sie großes Glück mit ihrer neuen Besitzerin - aber nur so war es auch möglich, sich von diesem bislang einzigartigen Exemplar zu trennen.


Auch die nächsten beiden sind heißgeliebte Unikate für ganz spezielle Persönlichkeiten. Es ist ganz erstaunlich, in wieviele Rollen Gorgies zu schlüpfen imstande sind. Das folgende Wesen ist einigen eventuell bekannt - sind He-Man Fans unter Euch? Erinnert Ihr Euch an dieses kleine, etwas minderbegabte, stets züchtig verhüllte Zauberwesen? Ja, genau! Orko.

Hut, Schal und Mantel - ohne ist Orko nie anzutreffen. 
Ein wenig schmalbrüstig ist er schon - so ganz ohne Handy in der Rückentasche. Das hat sich aber mittlerweile geändert.
Hier der Beweis - entgegen aller Vermutungen und anderslautender Berichte ist Orko in Wahrheit ein Gorgy. Es ist ihm unsäglich peinlich, aber es geht hier schließlich um die Wahrheit und da sollte sich eigentlich niemand seiner selbst schämen müssen, oder?

Orkogorgie ohne Kleidung - ein Foto mit Seltenheitswert. In seinem neuen zu Hause wird ihm eine solche Zur-Schau-Stellung sicher erspart bleiben. Bisher wurden Gorgies nur in die besten Hände abgegeben.
Zu guter letzt noch etwas für Starwarsfans (ich habe ein Haus voll davon und habe ES TATSÄCHLICH NOCH KEIN EINZIGES MAL GESCHAFFT, TEIL 6 ZU ENDE ZU GUCKEN!!! Drei Versuche - ich bin jedes Mal eingeschlafen. Ich versuche es nochmal. Gleich dieses Wochenende. Es war einfach immer zu spät für mich. Oder es ist eine Art Fluch und ich soll das Ende nie erfahren... O.k. - vielleicht muß man hier ein wenig länger nachdenken... Naaaa? Wer könnte das sein?


Es ist Chewie-Gorgie - ein kleiner entfernter Verwandter der Wookie. Pelzig, kampfstark und von bedingungsloser Treue steht er seinem neuen kleinen Besitzer zur Seite, komme was wolle.

Da passen dann auch mal Buskarte, Taschengeld und Schokoriegel hinein - ein echtes Notfallpaket :-)
So. Das war´s zunächst. Ich bin sicher, die Geschichte der Gorgies geht weiter, zumal sich nun mein Mann ins Geschehen eingemischt hat mit einer seiner Maschinenbauideen... Wenn DAS klappt, hört Ihr sofort davon :-)


Mittwoch, 29. Januar 2014

Aus neu mach alt!

"Gift" ist vielleicht ein klein wenig übertrieben, aber Absinth hat schon einen leicht dunklen Ruf...
Hier bei uns ist es mal wieder Zeit, sich eine Menge Geburtstagsgeschenke einfallen zu lassen. So kurz nach Weihnachten ist das eine doppelte Herausforderung, wenn man außerdem das Ziel hat, etwas Persönliches zu finden und nicht einfach nur Geld auszugeben. In diesem Fall hatten wir die Vorgabe durch unser "Geburtstagskind" ("Kind" ist hier höchstens relativ zu sehen, er wurde 45), etwas Passendes zu einer seiner kleinen Leidenschaften beizutragen: Absinth. Ihr wißt schon, dieses ursprünglich grüne Zeug mit einem gewissen Gehalt an Thujon, einem Nervengift z.B. aus Wermut, das u.a. Größen wie van Gogh, Edgar Allan Poe, Hemingway oder Oscar Wilde zu sich genommen haben und dem eine psychogene Wirkung sowie das Entstehen von Abhängigkeit nachgesagt wurde. Dieses ist mittlerweile wohl widerlegt, wie hier zu lesen ist. Heute ist Absinth - nach lange andauerndem Verbot - in kontrollierter Form (in Bezug auf den Thujongehalt) wieder im Handel und der Kult, der dieses auch ziemlich alkoholische Getränk immernoch umgibt, macht ihn für viele reiz- und stilvoll. Dieses kultige Grundgefühl wollte ich aufgreifen und zu unserem Geschenk - Absinth, passende Löffel und Gläser - etwas Ambiente mitverschenken. (Anmerkung: Unser Beschenkter trinkt nur sehr mäßig und wohldosiert und ist in keiner Weise durch unser Geschenk in Gefahr, sonst hätten wir davon abgesehen).

Die Grundidee war schnell geboren: eine schöne Hülle für die Flasche und Untersetzer für die Gläser sollten her.

Unbehandelte Baumwolle mit Tee, Backpulver und Espresso gefärbt -
daraus könnte auch eine tolle Schatzkarte werden.
Um das Ganze antik wirken zu lassen, habe ich unbehandelte Baumwolle mit Tee und Espresso gefärbt und mit Backpulver gebleicht. Genau ging das so vonstatten: Gegen 6.50h morgens habe ich ein etwa 90 x 90 cm großes Stück unbehandelten Baumwollstoff zusammengeknäult (es sollte eine unregelmäßige Färbung werden) in etwa 750 ml starken schwarzen Tee (ca. 1 Eßlöffel Tee) gegeben, die verbleibenden 250 ml getrunken, um wach zu werden und dann vergessen, mein Stoffknäuel nach 30 Minuten wie geplant herauszuholen. Als ich etwa eine Stunde später nach dem morgendlichen "Oh-Gott-die-Kinder-müssen-in-die-Schule-Durcheinander" wieder an meinen Stoff dachte, hatte er ein recht sattes Mittelbraun mit weißen Flecken - das war mir so zu krass, denn eigentlich sollte das Ganze wie altes Pergament aussehen, zwar mit bräunlichem Touch und unregelmäßig, aber doch mit weicheren Übergängen. Also habe ich dann Backpulver als Bleichmittel auf dem ausgespülten, feuchten Stoff verteilt - vor allem zur Mitte hin, da die Ränder dunkler bleiben sollten, den Stoff wieder zu einem lockeren Ball gewickelt und etwa zwanzig Minuten gewartet, bis mir der Farbton schon fast gefiel, dann den Ball mit starkem Espresso noch einmal übergossen und noch einmal zehn Minuten ziehen lassen. Nach dem Auswaschen hatte ich dann tatsächlich meine gewünschte Färbung, die bei 30°C auch in der Maschine waschbar sein soll - ich denke, das kommt hin, aber ein abschließender Dauertest steht noch aus.

So sieht der obere Teil der Flaschenhülle aus - ein schlichtes Rechteck, das nun noch ein Schrägband für die Kordel aufgenäht bekommt und oben gesäumt wird, bevor man es zum Schlauch schließt.
Den Schnitt für die Flaschenhülle kann man ganz leicht selbst passend herstellen. Ihr braucht den Umfang der Flasche, die Ihr verpacken möchtet und addiert ein wenig "Spiel", damit sie sich leicht ein- und auspacken läßt. 2 cm reichen da schon, ist aber Geschmackssache. Der sich ergebende Wert ist der Umfang des Kreises, den Ihr für den Boden der Flaschenhülle ausschneidet. Mit den Kreisformeln könnt Ihr daraus den Radius berechnen und dann braucht Ihr nur noch einen Zirkel :-) Die Breite (a) und Höhe (b) des zweiten Stückes Stoff berechnen sich so: (a) aus dem Kreisumfang + 2x Eurer Nahtzugabe und (b) aus der Höhe der Flasche + 1x Nahtzugabe + 1x Saumzugabe + eine zusätzliche Höhe von 5 - 10 cm, die die Hülle höher sein soll als die Flasche. Sollte irgendjemand an einer schematischen Zeichnung interessiert sein - schreibt mir nur :-) Für die Kordel habe ich gleich nach dem Aufnähen des Labels Schrägband aufgenäht, das ich an den Enden ein kleines Stück eingeschlagen habe, damit es nicht aufdröselt. Die seitliche Nahtzugabe des gefärbten Stoffes muß dabei frei bleiben. Danach habe ich mein rechteckiges Stück Stoff oben gesäumt und das Ganze rechts auf rechts zum Schlauch geschlossen, sowohl an meinem Kreisboden, als auch an meinem Schlauch die Viertel markiert, Kreis und Schlauch aneinander festgesteckt und zusammengenäht, gewendet, Kordel eingezogen - fertig!

Die Stickdatei für das Label könnt Ihr hier erwerben, allerdings möchte ich gleich dazu sagen, daß das Stabilisieren schon recht schwierig ist - durch die über 50000 Stiche verzieht sich so einiges und bei drei Rollen Unterfaden und gefühlt endloser Stickzeit hört der Spaß dann irgendwo auf, wenn am Ende eben nicht alles paßt *grummel*. Extrafestes Vlies, Sprühkleber und nur sehr wenig dehnbares Kunstleder haben jedenfalls nicht gereicht, um unbeschadet durch die Datei zu kommen, aber immerhin konnte ich die Lücken mit ein bißchen Phantasie und Handarbeit schließen und das Ganze dann doch retten. Die problemlose Totenkopfstickdatei auf den Untersetzern ist diese hier, die "Absinthglas-Rugs"-Datei ist ein Eigenbau.

So. Und demnächst werde ich wohl mal probieren mü... äh DÜRFEN :-)
Sechs Untersetzer waren ein bißchen zehrend für die Geduld, aber da sich unser "Geschenkeopfer" am Ende gefreut hat, war es das auch wert. So. Und jetzt ist der nächste dran - am Sonntag geht unser Geburtstagsmarathon weiter :-)

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Woomahoos - die Meister der Wollmäuse

Genug getan für heute - Füße hoch!
Es ist kalt geworden. Ist in Ordnung - wir haben ja schließlich auch Dezember - aber bevor ich so richtig darauf reagiert und meine Garderobe angepaßt hatte, war ich auch schon erkältet. Mist. Naja - ein paar Tage auf dem Sofa sind auch ganz nett, denn ansonsten habe ich momentan nur sehr selten Zeit, in Ruhe zu zeichnen oder neue Stickdateien zu entwerfen. So konnten meine an der Schnupfennase Schuld tragenden kalten Füße mich dann inspirieren und diese hier entstehen lassen: die Woomahoos - sehr frei nach dem denglischen "Woolmousehunter" - dem Wollmausjäger. Wollmäuse? Na, ihr wißt schon - diese seltsamen Tierchen die sich bei nicht ganz so fanatischen Staubsaugerschwingern mit Vorliebe hinter Schränken oder unter Sofas zusammenrotten, um in unbeobachteten Momenten still und leise hervorzukommen und einzelne Socken zu mopsen. Ich vermute ja, sie benutzen diese als Schlafsäcke. Da uns mittlerweile nun diverse dieser Einzelsocken fehlen, kamen mir diese doppelt nützlichen Biester gerade recht, die mir die Füße wärmen solange ich das möchte und dann ihrer Leidenschaft nachgehen können, sobald ich sie freigegeben habe.


So sah er gestern noch aus - eine einsame Stickdatei... Guckt ein wenig unglücklich, oder? Naja, das kriegen wir wieder hin. Vermutlich werden noch so einige Varianten seiner Art hier auftauchen
Es ist immer wieder spannend, wenn eine Datei zum ersten Mal zum Leben erwacht - ob auch alles wie geplant funktioniert??? :-)
Sieht doch schon ganz gut aus :-) wenn auch etwas plattgedrückt so unter der Stickfolie. Ein paar kleine Nachbesserungen an der Datei gab es dann schon noch, aber insgesamt hat das erfreulicherweise gleich prima geklappt.
Das Schnittmuster habe ich nach diesem Vorbild hier abgewandelt http://sew-ing.com/make/slippers.html. Da mein Drucker leider unangemeldet in die Ferien gegangen ist, mußte ich selbst freihand ausprobieren - mein Schnitt ist insgesamt etwas breiter als der angegebene, denke ich, der Innenschuh aber einen Hauch schmaler als der Außenschuh gearbeitet, alle Nähte doppelt genäht, versäubert und zum Abschluß habe ich am "Einschlüpfrand" noch einmal rundherum füßchenbreit abgesteppt, damit der Innenschuh auch wirklich bleibt, wo er soll. Von http://www.stoffe.de/index.htm habe ich den Lederimitat/Fell-Stoff, der sich hier sehr gut als Innenstoff eignet, da er schön dick und weich ist, aber auch eine gewisse Festigkeit hat und sich so hoffentlich nicht so schnell zerläuft. Den äußeren Plüschstoff habe ich hier gekauft http://www.stoffecke-vogt.de/ (da gibt es ab dem 14.12.`13 für eine Woche 20% - oh weh, ich liebe diesen Laden, aber eigentlich habe ich gerade wirklich genug - knirrrrsch - ich bin sicher, einige von Euch kennen das Gefühl...) Damit die Sohle länger hält und nicht so rutschig ist, habe ich dickflüssiges Latex untergepinselt - meins kam von http://www.latex-24.de/ und ließ sich sehr angenehm verarbeiten.

Noch eine satte Schicht dickflüssiges Latex auftragen und gut trocknen lassen (ich lasse es über Nacht liegen). 
Anprobe - paßt - fertig!
Hey! Jetzt habe ich es endlich auch mal geschafft, etwas für MICH genäht, einen Donnerstagspost verfaßt und mich so für RUMS qualifiziert! Jawohl :-) Falls Ihr RUMS tatsächlich noch nicht kennen solltet, da findet Ihr es: http://rundumsweib.blogspot.de/ - eine prima Sache, um auch die eigene Seele mal zu pflegen. So. Und nun kann die Jagd bald losgehen, denn ich gehe jetzt ins Bett und dann sind sie frei, meine Woomahoos :-)





Sonntag, 6. Oktober 2013

Lust auf Buttons?

Ich bin infiziert. Eindeutig ein Fall von Buttonfieber. Seit ich dieses Tutorial (http://regenbogenbuntes.blogspot.de/2013/09/tutorial-buttons-ohne-buttonmaschine.html) im Blog von Regenbogenbuntes erspäht habe, ist es völlig um mich geschehen und ich bin buchstäblich ununterbrochen am "Buttonieren". Habt Ihr auch Lust? Dann habe ich hier ein paar Ideen und Designbeispiele für Euch:

Drei Tage lang gab es hier in jeder freien Minute nur Buttons, Buttons, Buttons :-)
Ich mochte Buttons schon immer - diese kleinen Statementträger oder fantasievollen Farbtupfer, diese übertragbaren Aufhübscher von allem Möglichen, diese minimalistischen Stilverleiher und bunt-frei-fröhlichen Zwergindividualisten - da konnte ich der Möglichkeit, diese recht günstig aus Stoff selber herzustellen nicht widerstehen. Als die drei Minuten des Haderns mit meinem Gelbeutel also überstanden, die überziehbaren Knöpfe bei Snaply (http://www.snaply.de/), die Broschennadeln beim Drumherum-Shop (http://www.drumherum-shop.de/) geordert und der Postbote um meine Beute erleichtert waren, ging es sofort los.

Erste Erfolge bei der Motivsuche in der Restekiste. Sogar kleinste Stofffetzen können für Buttons noch genug hermachen.
Das Tutorial ist prima - vielen lieben Dank an Nette von Regenbogenbuntes - als Ergänzung vielleicht noch: Falls Euch die Buttons auch locken, legt Euch ein Taschentuch bereit. Nicht, weil Ihr damit rechnen müßt, Eure Freudentränen beim Anblick der wunderbaren selbstgemachten Buttons zu trocknen ;-), sondern weil der Hasulithklebstoff höchst ehrgeizig ist und am liebsten noch Sachen verkleben möchte, wenn Ihr schon damit fertig seid. Solche "Schnodderklebetuben" bekommt man spätestens beim vierten oder fünften Gebrauch dann nur noch unter Gewalteinwirkung auf und das macht ja keinen Spaß. Außerdem hatte ich das mit der Zange und der Knopföse falsch verstanden - für den Fall, daß das noch jemandem so geht: Diese kleine Metallschlaufe auf der Rückseite der Knöpfe wird mit der Zange nicht abgeknipst, sondern aus ihrer Verankerung herausgezogen. Bis ich das kapiert hatte, habe ich mich doch sehr über Nettes Kräfte gewundert oder eben über die Abwesenheit meiner :-)
Man kann diese Öse allerdings auch dort belassen, wo sie ist und sie nutzen - so kann ein Button dann noch ein bißchen mehr, als nur rund.

Meine Töchter haben bereits Bedarf angemeldet :-)
Mein kleiner Sohn auch.
Auch kann man bestickten Stoff ganz prima für die Herstellung der Buttons nutzen.

Bei diesen leuchten die Farben besonders schön, da Stickgarn einfach eine andere Brillanz hat als Baumwollfaden.
Mit ein paar Knöpfen gibt es sozusagen Buttobuttons. Diese hier sind dünn und ließen sich gut verarbeiten - ich denke, dickere Knöpfe könnten Schwierigkeiten geben beim Benutzen des mitgelieferten Werkzeugs. Versuch macht kluch oder so...

Diese dünnen Pappknöpfchen gibt es hier: http://rayher-hobby-shop.de/#q%3DKn%25C3%25B6pfe
Sie sind sehr dekorativ, aber trotz der Lackierung nicht für das Aushalten größerer Feuchtigkeitsmengen gemacht.
Auch die Jungsfraktion soll hier dieses Mal nicht zu kurz kommen - wenigstens Piraten und Fußballfans sind mit abgedeckt :-)

Turnschuhknöpfe von http://www.jajasio.de/ und schwarze Holzperlen als Kanonenkugeln
Blumen sind dankbare Motive, da selbst auch rund - da ist die Mitte leicht zu finden und das Ganze gut zu platzieren.

Mit und ohne Holzperlen - ich verteile auch gerne mehrere Buttons auf mir - das kann ein ganzes Outfit "zusammenführen"
Für Insektophile und Eulenfreunde finden sich leicht Motive - mir ist nie aufgefallen, wie viele Käferstoffe es gibt. Eigentlich erstaunlich - soooo niedlich sind die natürlichen Kollegen dieser Comicfreunde für die breite Masse ja nun eher nicht immer.

Spinne mit Tautropfen-Spinnfaden - bereits auf Beutefang???
Der "What a hoot"-Stoff von Michael Miller für Exclusively Quilters ist für mich einer der besten Eulenstoffe überhaupt.
Mir gefällt die Idee, z.B. meiner Tasche oder meinem Blazer Augen zu verleihen. Alles Mögliche erhält so einen kleinen Hauch von Leben. Diese runden Glubscher hier sind aus der Gorgystickdatei und werden sicher nicht alleine bleiben.

Guckuck?!
Ein sehr klassisches Buttonmotiv, aber es hat ja auch nach wie vor Gültigkeit als Menschheitswunsch. Also: Peace!!!

Wieder Michael Miller - ja, ich mag seine Stoffe - dieses Mal ein laminierter Stoff. Dadurch wirken die Buttons noch buttoniger, allerdings ist die Verarbeitung ein kleines bißchen schwieriger, da der Stoff in dem Buttonwerkzeug ein wenig "festklebt". Die Motivplatzierung wird dadurch etwas komplizierter - aber längst nicht unmöglich :-)
Von den Buttons ausgehend drängen sich dann weitere Ideen auf, wie z.B. Ringe mit aufgeklebten entösen Knöpfen.

Der Praxistest wird zeigen, ob das Tragegefühl gut ist und der Klebstoff den Knopf auch bei Belastung in Position hält. Ich bin gespannt.
 Auch Haarspangen lassen sich mit diesen oder anderen Knöpfen verzieren...

Die kleinsten Knöpfchen sind schon etwas schwieriger zu bespannen - aber wer kein Problem damit hat, kleine Dinge zurechtzufummeln, wird durch das Ergebnis belohnt.
Hier ist kein beziehbarer Knopf, nur noch die Rayherknöpfe mit Häkelgarn im Spiel.
Genug Bilder - wen es jetzt noch nicht in den Fingern juckt, der ist vermutlich immun :-) Ich muß mein Buttonfieber jetzt dringend weiter auskurieren und da hilft nichts besser als Buttons,Buttons, Buttons :-)

Donnerstag, 26. September 2013

Es war einmal... oder wie es mit den Gorgies weiterging

Tag und Nacht sind sie bei mir, um mich herum und flüstern Ideen in meinen Kopf. Manchmal bin ich froh, daß nicht nur ich für diesen nächtlichen Einsatz bezahlen muß... 
Nein, sie haben mich noch nicht losgelassen. Im Gegenteil - sie sind überall und verlangen Aufmerksamkeit. An Tagen wie heute entstehen Biester wie er da oben nach Momenten wie dem gerade erlebten, in dem ich mir einen Tee und der Katze Futter machen wollte. Ja, parallel. Ein Fehler wie ich jetzt weiß, wenn das Hirn nicht wenigstens eine Mindestmenge an Schlaf und Ruhe erfahren durfte. Nun ja, inzwischen habe ich das Katzenfutter aus der Tasse gewaschen, die sprachlose Katze mit frischem Futter zufriedengestellt und mir einen neuen Tee gezaubert - alles brav nacheinander - und nun kann ich mich ihnen endlich wieder widmen. Sie vermehren sich weiterhin fröhlich, erlernen beinahe täglich neue Gesichtsausdrücke, bekommen Haare - zumeist auf dem Kopf,

Sie trägt Brille. Hinten drin ;-)
mutieren gar zu eigenen Unterarten und verlassen zunehmend auch das Haus in Form individueller Sonderanfertigungen z.B. zum Schutze von Handys oder Readern, als USB-Stick-Verteidiger, Kinderbefreunderbrustbeutel, Brillen- oder Schlüsseletuis - die Gorgies. Angefangen als Spontanidee für die Kindergeburtstagsparty meiner Tochter haben sie mittlerweile einen festen Platz in der Familie und auch schon Geschichte(n) geschrieben. Ich zeige Euch in den nächsten Tagen einen Teil dessen, was sich da in letzter Zeit alles getan hat:

Diese beiden Herren z.B. wohnen mittlerweile in Berlin:
























Wie Dr. Jekyll and Mr. Hyde sind die beiden zwei Seiten derselben Medaille - der kultiviert überlegene, dezent arrogante Dr. Jekyll, seines Zeichens Hemd- und Krawattenträger, ist in jeder Sakkotasche zu Hause, beteiligt sich problemlos spontan an Geschäftsgesprächen und ist dabei absolut in der Lage, diese durch sein breitgefächertes Wissen zu bereichern, während im Untergrund Mr. Hyde ungeduldig darauf wartet, daß das Sakko seinen Haken findet und der ledernen Rockerkutte weicht. Kampferprobt und furchtlos begleitet er seinen Besitzer dann als Handywächter in jede noch so dunkle Gasse oder zwielichtige Taverne. Es gab meines Wissens nach seitdem keine Übergriffe mehr auf das so wertgeschätzte IPhone.

Zugegeben - die Verständigung zwischen den beiden verläuft nicht immer ohne Probleme, aber auch hier gilt: Ein Gewitter von Zeit zu Zeit kann die Luft gründlich reinigen :-)  und soweit ich weiß, sind beide unverletzt aus diesem Gefecht hervorgegangen.
"Komm her, wenn Du Dich traust!"

Auch das folgende Modell hat es besonders gut erwischt. Der erste der Katzengorgies vereint die allgemein gefräßige Note der Gorgys mit dem Hauch des Geheimnisvollen... der aber schnell verfliegt, wenn der Gorgy in seinem Element is(s)t - man lasse nur die Fotos weiter unten auf sich wirken.

"Miiiiiaauuuuuuu..."
Er hatte das Glück, in einem äußerst verständnisvollen Haushalt zu landen, wird hervorragend gepflegt und hat sich so auch bereits perfekt eingelebt. Über etwaige kleinere Macken wird hier freundlicherweise hinweg gesehen. Mir drängt sich der Verdacht auf, daß diese Macken sogar gemocht werden ;-)

Pizzzzzzzaaaaaaaaaaaaaa!!!!! Abwarten ist nicht gerade seine Stärke, aber für solch einen Leckerbissen überwindet sogar ein Gorgy seine Natur.
Daß ein Gorgy sein Essen teilt, ist höchst ungewöhnlich und zeugt von großer Liebe zu seinen Besitzern. Vielleicht kamen die beiden anderen aber auch zu spät? Das Geräusch jedenfalls, was sich hier aus dem Foto aufzudrängen scheint, entzieht sich meiner Verantwortung.
Hier scheint sich eine Romanze anzubahnen - vielleicht erreichen mich bald die ersten Bilder von Eulengorgies? Man darf gespannt sein!
Konkurrenten werden hemmungslos aus dem Weg geschafft - da hat der sanfte Teddybär hier leider keine Chance. Man beachte das Bauchnabelpiercing - ein weiteres Novum im Reich der Gorgies. 
Zu ein paar Freunden hat es dieser Gorgy aber offensichtlich auch schon gebracht - obwohl er mir nicht völlig vertrauenswürdig erscheint zwischen den anderen sehr freundlichen Gestalten. Oh! Ist da ein entfernter Verwandter dabei?
Gut - nun wollen wir ihn schlafen lassen. So ein Gorgytag ist anstrengend und auch morgen gibt es noch jede Menge zu vertilgen - und zu berichten! Von all den anderen bunten Varianten, die sich hier entwickelt haben... :-)
Ich danke den fotografierenden Gorgybesitzern für das Zur-Verfügung-Stellen der Bilder. Ich habe mich sehr gefreut, daß meine kleinen Freunde so gut angekommen sind.

Eine Anmerkung zum Schluß: Eigentlich sollten die Gorgies längst gezähmt und in Form von Stickdateien verpackt sein, aber momentan ist ihre Vielfalt so unüberschaubar, daß ich erst einmal etwas Licht in das Chaos tragen und Ordnung schaffen muß, bevor ich saubere und sinnvolle Paketchen packen kann, die ich dann durch den Dschungel des Geschäftlich-Rechtlichen zu all denen trage, die es selber mit den kleinen Biestern aufnehmen wollen. O sendet mir ein wenig freie Zeit! Danke ;-)
Bis dahin bastele ich weiter - zwischenzeitlich leicht verwirrt bis enterdet - daran, all die vielen bunten Einflüsterungen umzusetzen, die sich mir präsentieren.