Montag, 17. Juni 2013

Miss Gorgy reist nach Kanada

Darf ich vorstellen? Das hier ist Miss Gorgy. Sie hatte dankenswerter Weise gerade noch Zeit für zwei Fotos, bevor sie uns in Richtung Kanada verläßt. 

Miss Gorgy - ein strahlendes Lächeln und ein kleines Geheimnis...
Mit Miss Gorgy bewegen sich die Gorgies in eine neue Dimension, denn Miss Gorgy hat eine Besonderheit: Außer, dass sie sich in etwas edlerem Design aus sandfarbenem Jeans und Stenzostoffen präsentiert, ist sie - wie alle weiblichen Wesen - vielschichtig. Wo hingegen ihren größeren Brüdern ein Bauch zum Füllen genügt, besitzt Miss Gorgy eine zusätzliche zweite Tasche am Rücken.

Trotzdem weiter In The Hoop - Miss Gorgy und ihre zusätzliche Handytasche.
In diese passen hervorragend IPhones oder Samsung Galaxys S1 bis S4 und - da sicherlich nicht nur ich eine persönliche Neigung zum Musikhören habe - auch mit angeschlossenem Kopfhörer. Da Miss Gorgy dezent gepolstert ist (das wird sie nicht gerne hören, aber es entspricht schlicht der Wahrheit), bietet sie den empfindlichen Smartphones einen gewissen Schutz vor Stürzen oder unübersichtlichen Riesenhandtaschen voller kratzig-harter Gegenstände wie Schlüsseln oder Nagelfeilen. Ansonsten nimmt Miss Gorgy gerne Kleingeld, Kreditkarten oder auch mal einen Lippenstift zu sich, womit sie eine sehr praktische Begleiterin bei Kurzausflügen in Stadt oder Supermarkt darstellt.
Es bleibt zu erwähnen, dass sich auch männliche Wesen dieser Linie in der Entwicklung befinden, aber die sind eben leider ein ganz kleines bißchen langsamer ;-)

Samstag, 15. Juni 2013

Greenpanda

So sieht für mich ein schöner Bloggermorgen aus - 6.30h, Sonnenschein, eine Tasse heißer Tee und mein Lifebook -  gefüttert mit "grünem" Strom - bei uns kommt er von Naturstrom :-)

Heute möchte ich Euch eine gute Seite vorstellen, auf der andere den Recyclinggedanken aufgenommen und umgesetzt haben. Fast alle von Euch dürften einen Computer haben - sonst wärt Ihr kaum hier - bei Greenpanda werden refurbished Businesscomputer angeboten. Was heißt das? Das Team von Greenpanda recycled Computer aus abgelaufenen Leasingverträgen. Diese für Firmen hergestellten Computer zeichnen sich durch große Zuverlässigkeit, Laufruhe und Langlebigkeit aus (aha, sie können es also doch). Bei Greenpanda werden sie wieder in Schuß gebracht, mit lizensierter Software und Garantie versehen und so dann wieder verkauft. Ich habe seit einiger Zeit ein Lifebook, das ich dort erworben habe, und es ist mit Abstand das beste Notebook, was ich je hatte. Es ist leise, robust und hat mich noch nie im Stich gelassen. Zugegeben - es wirkt ein ganz klein wenig abgegriffen - aber wem das zu viel ist, kann auf Ecosia, der grünen Suchmaschine (Google, da mußt Du jetzt durch) "Notebook skin" eingeben und z.B. bei skin123 einen exakt passenden Aufkleber für alle sehr sichtbaren Seiten seines neuen Schätzchens erwerben. Das ist dann zwar etwas weniger grün, aber wenn es hilft, den ein oder anderen auf die Idee zu bringen, sich besser etwas langlebiges Gebrauchtes zu kaufen anstelle der neusten Wegwerftechnologie, dann ist viel mehr gewonnen, als der Aufkleber kostet. Die Herstellung und v.a. auch die Verschrottung von Computern entwickelt sich tatsächlich immer mehr zum globalen Problem, von dem wir hier mal wieder nur Randnotizen mitbekommen. Hier geht es zum shop http://www.greenpanda.de/, wo Ihr unter http://www.greenpanda.de/warum-green/ auch noch genauer nachlesen könnt, warum man diesen Shop als "grün" bezeichnen darf.

Freitag, 14. Juni 2013

Ich will aussteigen!!!!!!


"Kauft, Leute, kauft! Es gibt so viele schöne Dinge, die J E D E R VON UNS
U N B E D I N G T HABEN M U S S!!! " schreit die Werbung uns ins Gesicht. Tag für Tag, überall. Ob nun im Fernsehen oder in der Tageszeitung, im Radio oder in der Zeitschrift, die wir beim Friseur oder Arzt durchblättern, an jeder Straßenecke, Bus- oder Bahnhaltestelle, im Supermarkt und intensiv in all den netten "kostenlosen" Apps für unsere immer unentbehrlicher werdenden Smartphones - wir leben in einer mit Werbung zugepflasterten Welt. Stellt Euch mal vor, wieviel schöner unsere Umgebung aussehen könnte, wenn statt der Werbung Bilder an die Bushaltestellen gemalt würden, Mosaike geklebt oder Blumen gepflanzt. Aber nein - Werbung.


Warum? Na klar - wir sollen konsumieren. Um das zu erreichen, spielt man mit unseren angeborenen Bedürfnissen, unseren Sehnsüchten: Jeder möchte attraktiv sein und gesund, bequem und sicher leben. So gaukelt uns die Werbung eine schöne, gepflegt farbenfrohe Welt mit lächelnd-coolen, aber meist recht steril wirkenden "Schönheiten" vor, die alles zu haben scheinen, wovon man nur träumen kann. Und sie sprechen zu uns: "Ihr könntet auch so leben - geht nur diesen einen Schritt, kauft unser Produkt!". Natürlich durchschauen wir das... bis zu einem gewissen Grad... Und doch passiert es vielen von uns immer wieder, daß wir in diesen Strudel der suggerierten Wünsche geraten, uns getrieben fühlen, Dinge zu kaufen, zu tun, die mit unseren verständlichen und natürlichen Grundbedürfnissen schon lange nichts mehr zu tun haben.

Ich weiche Werbung mittlerweile aus, so gut ich kann. Sie geht mir auf die Nerven. Ich kann es nicht leiden, manipuliert zu werden und Werbung ist einzig und allein dazu angelegt, uns zu manipulieren. Das ist ihr ganzer Sinn und Zweck. Ich soll mein Geld ausgeben. Ich soll verbrauchen. Vielleicht soll ich damit auch so beschäftigt sein, daß ich kaum noch zum Nachdenken komme, keine Fragen stelle, nicht kritisch bin - ich gehe brav arbeiten, damit ich mir alle meine Wünsche auch erfüllen kann und in meiner Freizeit gehe ich dann shoppen. So bin ich ein wirklich angenehmer Bürger meines Landes und störe auch nicht weiter.

Unser Konsumverhalten hat aber Folgen. Es mag zwar hiesigen Wirtschaftsbossen die Freudentränen in die Augen treiben, aber die globalen Auswirkungen sind durchaus nicht positiv. Abgesehen davon, daß wir unsere Ressourcen verbrauchen, bluten andere für unseren Luxus und das ist z.T. durchaus wörtlich zu nehmen, wie man gerade in Bangladesch gesehen hat. Wir tragen die Verantwortung dafür, wir, die Konsumenten. Gerade wir, die wir in Demokratie, Frieden und Wohlstand leben, sollten uns dessen bewußt werden, aufhören, immer noch mehr zu wollen und unser Verhalten überprüfen. Man kann im ganz Kleinen damit anfangen, etwas zu ändern - das muß nicht einmal sonderlich unbequem sein. Kleine Taten, die man tut, sind besser als große, die in der Planung stecken bleiben. Ich denke, jeder von uns hat ein paar Ideen, wo er/sie etwas verbessern könnte. Laßt Euch nicht vom "Großen Ganzen" frustrieren. Wir sind so viele - wenn jeder ein paar kleine Dinge verändert, macht das in der Masse eine ganze Menge aus. Interessierten möchte ich diese Seite hier sehr ans Herz legen: http://www.storyofstuff.org/ und hier zum Einstieg ganz besonders den Film "The story of stuff". Auf youtube ist der Film auch ins Deutsche übersetzt worden. Es ist erstaunlich und erschütternd, wenn man beginnt die globalen Zusammenhänge wirklich zu begreifen.

O.k. - also ändern wir etwas und fangen bei uns selber an - auch wenn uns unsere Schritte zunächst sehr klein erscheinen mögen. In diesem Zusammenhang ist auch mein neuer Entwurf zu sehen, bei dem es sich einmal mehr um Recycling dreht oder - wie ich jetzt gelernt habe - um Upcycling (finde ich fast noch treffender, denn die Dinge erfahren - zumindest für mich persönlich - eine Wertsteigerung, da neben den positiven Effekten, die das Weiterverwerten auf meine Umwelt hat, nun auch mein Design, meine Persönlichkeit in ihnen steckt).

Unter was für grausigen Bedingungen unsere Jeans v.a. in China hergestellt werden, sollte sich herumgesprochen haben. Leider ist das auch nicht wirklich abhängig vom Preis der Jeans - auch teure Hosen werden in diesen menschenunwürdigen, lebensfeindlichen Fabriken produziert. Was also tun, wenn ich nicht oder nur mit relativ großem Rechercheaufwand erkennen kann, ob ich verantwortungsvoll einkaufe oder nicht? Ganz klar: Weniger ist mehr - also weniger kaufen und das, was wir bereits haben länger nutzen. Spart Euer Geld lieber für eine vernünftige Nähmaschine und dann schöpft aus dem was Ihr alle habt - altes Zeug und Phantasie. Mit ein bißchen Training ist das durchaus keine Notlösung. Dann macht IHR Eure eigenen coolen Designs, bestimmt IHR die neuen Trends und lauft keinem mehr hinterher. Nebenbei tut Ihr auch noch etwas Gutes. Und Geld spart das Nähen so außerdem. Es ist erstaunlich, wie schnell die eigenen Regale überquellen, wenn man einmal in der nächsten Bekanntschaft äußert, daß man sich für abgelegte Kleidung interessiert.

Hosenbein einmal anders - die aufgenähte Tasche habe ich dem Hinterteil  entwendet, der Träger stammt aus dem anderen Bein. Knopfreste von anderen Projekten und alten Blusen, ein Kamsnap, etwas Gurtband, zwei Karabinerhaken und 2 D-Ringe - meine neue Tasche :-)
Extrafeature: Mit Hilfe der am Hosenbund  abgetrennten und hier wieder angebrachten Gürtelschlaufen sieht das Ganze nicht nur witziger aus, sondern läßt sich auch als Gürteltasche verwenden. Den Träger kann ich zu diesem Zweck abnehmen. Die Fransen sind noch ganz neu - einmal in der Waschmaschine oder länger im Gebrauch werden sie noch franseliger.
Für diese Tasche habe ich eine Hose meines älteren Sohnes zerschnitten. Ich hatte sie für den Kleinen (Altersabstand 8,5 Jahre) aufgehoben, dann aber festgestellt, daß sich die Mode mittlerweile geschickterweise so geändert hat, daß ich es ihm kaum zumuten konnte, mit dieser Hose in der Schule aufzutauchen. Ja, man manipuliert uns schon geschickt. Allerdings hatte ich schon länger nach einer Tasche für mein unmöglich großes Handy gesucht, damit ich beim Staubsaugen Musik hören kann. Ja, ich höre beim Staubsaugen Musik. Ich finde Staubsaugen totlangweilig und sehr lästig. Leider ist es bei einem Haushalt mit vier Kindern, die jeden Tag des öfteren rein- und rausflitzen ziemlich eindeutig unvermeidbar, also versuche ich die Zeit, die ich mit Mr.Dyson verbringen muß (ja, auch hier ist da jemand der Werbung auf den Leim gegangen), sinnvoll zu nutzen. So höre ich dann Musik und... singe. Ist bestimmt lustig für andere, aber das ist mir egal - mir macht es Spaß :-) und das ist etwas, was ich vom Staubsaugen nie erwartet hätte. Am praktischsten erschien mir dafür eine Gürteltasche, damit ich beide Hände frei habe und der Träger sich nicht mit dem Kopfhörerkabel verheddern kann. Nach ein bißchen Basteln und Probieren fand die Hose dann ihre neue Bestimmung und wurde zu dieser - sogar gefütterten - Tasche. So mutierte sie vom Dachbodenbewohner zum täglich genutzten Lieblingsstück, denn sie gefiel mir dann so gut, daß ich doch noch einen abnehmbaren Träger dazubaute, um sie auch sonst zum Einsatz bringen zu können.

(-: Viel schöner als jede Werbung :-)

Sonntag, 9. Juni 2013

Gorgies

So. Es ist Zeit für ein paar frische Biester. 

Sie wollen hinaus, Abenteuer erleben! Unser Haus ist ihnen bereits zu eng geworden und so schwärmen sie aus, fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen...
Eigentlich bin ich gerade dabei, eine Nachtgespenster-Serie für Stickmaschinen zu entwerfen und zu digitalisieren, was mit aller Feinarbeit und dem Probesticken der Entwürfe gewaltig viel Arbeit bedeutet und meine relativ begrenzte Zeit für diese Dinge komplett verschluckt, aber wie das so ist, ist das Leben bunt, ein bißchen chaotisch (hier bei uns auch öfter ein bißchen mehr) und vieles verläuft trotz bester Planung (...ähem...) anders. So jedenfalls schossen mir völlig unerwartet die hier durch den Kopf.

"Taaaaaaag."
"Haaaaaalloooooo!"
Meine große Tochter hatte den Anstoß geliefert, da sie ihren Freunden an ihrem Geburtstag "etwas Cooles" mit nach Hause geben wollte und nicht "so blödes Krams, das gleich wieder kaputt geht". Diese Ansage muß ich wohl irgendwie noch im Hinterhirn bearbeitet haben, denn beim wohlverdienten "Tatort" nach acht Stunden völlig unchristlicher Sonntagsarbeit (Heiden wie ich haben da keine Entschuldigung), den ich mit müde-roten Computeraugen und einer großen Portion Eiscreme versuchte in mich aufzunehmen, hatte ich plötzlich eine dieser Ideen, die nicht nach Feierabend fragen und keinen Aufschub dulden. Glücklicherweise habe ich Block, Bleistifte, Radiergummi und Lineal meist irgendwo griffbereit und so schmolz zwar das Eis zu klebrig-süßer Soße, die Komissare arbeiteten muffelig und ihrer Zuschauerin beraubt daran, den Täter ohne mich zu fangen (was ihnen selbstverständlich mühelos gelang), aber dafür ist in dieser Nacht ER entstanden: Der erste Gorgy.

Ja, das ist er, Nr.1. Mittlerweile haben seinesgleichen den Haushalt weitestgehend übernommen und sind an jeder Ecke zu finden.
Gorgies haben sich als grundsätzlich freundliche Wesen entpuppt. Sie sind neugierig und offen, allerdings unentwegt hungrig und nicht sehr spezifisch bei der Auswahl ihrer Nahrung. Es ist eben immer so, daß der Charakter des Erschaffers irgendwo auf seine Geschöpfe abfärbt. Es gilt daher: Ein wenig Vorsicht kann nicht schaden beim Umgang mit ihnen... also, den Geschöpfen natürlich ;-)

Hier wurde dieser Grundsatz vernachlässigt. Glücklicherweise ist eine Gorgy-Attacke nicht sehr schmerzhaft. Es kitzelt eher und kann auf Dauer etwas lästig werden... 
Keine Sorge - ich habe sie sofort nach dem Foto getrennt und niemand ist wirklich zu bleibendem Schaden gekommen.
Sie verschlucken z.B. aber auch gerne Süßigkeiten, ebenso wie Buskarten oder Bares, ein paar Radiergummis, kleinere Stifte und einen Anspitzer. Auch Telefone sollen in ihrer Gegenwart schon verschwunden sein.

"Ey! Das ist echt voll gemein!!!"
Glücklicherweise kann man die kleinen Biester aufhängen, was sie aufgrund ihrer zu kurzen Arme und Beine recht hilflos macht und so dem Vertilgen verschiedenster kleinerer Gegenstände ein - wenn auch zwanghaftes und wahrscheinlich vorübergehendes - Ende setzt. So sind sie dann auch recht praktisch einsetzbar - z.B. (mit variierter Aufhängevorrichtung) als Brustbeutel für Kinder, mit denen sie ausgesprochen gerne Freundschaft schließen und dann zu großer Treue neigen.

"Ich hab´ Dich soooooooooo liiiiiiiieb!!!"
Eine etwas kleinere Gürteltaschenvariante ist in Planung, sowie spezielle Handygorgies. Die Dateien der großen Brüder und Schwestern befinden sich bereits in der letzten Überarbeitungsphase und werden sicher bald für andere stolze Stickmaschinenbesitzer/innen zu haben sein, um viele nette Gorgies ITH zu produzieren. Dann kann ich mich auch endlich wieder meinen Gespenstern widmen :0)

Nr.1 und seine Crew bereit zu neuen Taten. Inzwischen haben sie sich bereits auf umliegende Ortschaften verteilt und ich bin gespannt, wie weit sie es wohl noch schaffen werden...

Freitag, 10. Mai 2013

Drachenwärme

"Haaaalloooo! Hier bin ich, der erste Kirschkernkissenwollfilzfusseldrache der Welt und ich will Dich WÄRMEN!!!"
Ich liebe Drachen. Drachen sind ein Symbol für unbezähmbare Stärke, majestätische Größe, mystische Tiefe. Tragischer Weise war es auch mir nicht vergönnt, zu einem dieser Zauberwesen Kontakt aufzunehmen... Bis jetzt! Denn dann, an einem lauschigen Winterabend - von denen wir ja nun reichlich hatten in den vergangenen Monaten - schoß ER durch meinen Kopf. Einfach so - mittendurch.

 "Ein echter Drache braucht Flügel, sonst ist er ein Lindwurm." Aha. Er nimmt den Mund ganz schön voll dafür, daß seine hier wohnhaften Kollegen mehr als doppelt so groß sind wie er...
"Mensch, ist DAS HELL! Nein, ich kann so NICHT in die Kamera lächeln!" Na gut. Dann eben nicht.
 Zugegeben - er ist nicht gerade besonders majestätisch und auch nicht wirklich groß oder wenigstens stark, aber ausgesprochen freundlich, kuschelig und, naja... eigen. Als erster seiner Art war er noch namenlos - wer hätte ihn auch irgendwie nennen können? - und so tauften wir ihn Proto. Das fand er eher mittelprächtig, aber mangels eines besseren Namens ist dieser hängengeblieben und so kann ich ihn nur als solchen vorstellen: Hier ist er also, Proto der Erste, seines Zeichens Kirschkernkissenwollfilzfusseldrache.

"Ist es jetzt mal gut mit Fotos?! Ich möchte mich sonnen! Wir können dann nachher kuscheln, o.k.?" Prima, dann ist er auch schön aufgewärmt ;o)
Wahrscheinlich kam er zu uns, um ein paar liebreizende Bekanntschaften zu machen, denn hier wohnen noch mehr Drachen. Diese Exemplare z.B. haben ein herausnehmbares Dinkelkisseninnenleben und schmiegen sich wunderbar um kalte Schultern oder wärmen Kinderbetten vor.

Drachenmasern? Nein, ich denke nicht. Sie sah schon immer so aus.
 Sie eignen sich auch hervorragend zum Alpträume vertreiben und stundenlangen Zuhören. Eine Anleitung zum Nachbau gibt es hier: http://www.urbanthreads.com/tutorials.aspx?t=Dragon+Hot+Pack. Sie ist auf Englisch, aber reich bebildert.


Was murmelt er denn da? Mmmh... einen Liebeszauber?!

Sonntag, 5. Mai 2013

(o: Folgt mir :o)

Sooooooo - man kann mir jetzt auch leichter hier folgen, wenn man möchte :o) Tragt nur Eure Emailadresse oben in dem Bereich unter "Blumenladen" ein, dann werdet Ihr via Email informiert, wenn ich etwas Neues schreibe. Ich hoffe, das klappt jetzt auch - falls jemand noch einen Tip für mich hat, wie man das noch geschickter lösen kann - nutzt bitte die Kommentarfunktion :o)

Samstag, 4. Mai 2013

Recycling

Ich bin ein Recyclingfan. Die Rohstoffe auf dieser Erde sind begrenzt und unsere finanziellen Mittel manchmal auch - da ist es durchaus hilfreich und auch sehr befriedigend, aus Altem, möglicherweise auch in seiner ursprünglichen Form nicht mehr Nutzbarem mit etwas Phantasie etwas Neues zu schaffen. Vielleicht sogar etwas, das wir aufgrund seiner Geschichte noch viel mehr lieben, als wir es sonst tun würden. So ging es mir zum Beispiel mit dieser Tasche, die aus meiner Lieblingshose entstand. 

Die zerfetzten Knie verknotet und das Innenleben mit abwaschbarem Futter ausstaffiert - meine alte Jeans. Sie wirkt ein wenig blaß hier - das Handy konnte die Farben nicht wirklich gut einfangen :o)
So auf dem Tisch liegend kommt ihre auch ohne innewohnendes Hinterteil noch knackige Form nicht so sehr zur Geltung, wie in Einsatzmomenten, aber für einen ersten Eindruck reicht es, denke ich.

 
Die Hose wurde getragen und getragen, bis sie sich zusehends auflöste und schließlich in Fetzen von meinen Knien hing. Ist Euch schonmal aufgefallen, wie oft man sich als Hüterin eines Haushalts mit diversen Kindern, Tieren und Pflanzen hinkniet? Eigentlich könnte man gleich unten bleiben, um Energie zu sparen, aber das würden die zugehörigen Herren der Schöpfung möglicherweise falsch auffassen und so will ich doch nicht unsere in langen Jahren mühsam erkämpfte Emanzipation aufgeben. Wie auch immer, das hält keine Hose auf Dauer aus und es war klar, daß die Zeit meiner Jeans als solche abgelaufen war. Wegschmeißen?! Nein. Abschneiden und zur Sommerhose umfunktionieren? Hm, naja... Aufnäher jedenfalls erschienen mir dieser Hose unwürdig, auch sie zu Flicken für Kinderhosen zu verarbeiten war meiner Meinung nach zu schade, aber da es zu der Zeit in den Urlaub gehen sollte und mir ein ausreichend großer Begleiter mit vielfältigen Verstaumöglichkeiten noch fehlte (gut, mein Mann wollte mit, aber es erschien mir falsch, ihn mit meiner Sonnenbrille, Portemonnaie und diversen anderen zum Teil sehr weiblichen Utensilien auszustaffieren - so weit geht das mit der Emanzipation bei uns dann doch nicht), lag der Gedanke an eine Tasche nah.


 Die häufiger zu sehenden weiter oben abgeschnittenen "Hosentaschen", die das Bein nicht einbeziehen, sind nicht so mein Ding und außerdem viel zu klein für meine Ansprüche - daher versuchte ich, sobald der Gedanke von mir Besitz ergriffen hatte, Vorgegebenes mit Praktischem und Charmantem zu verbinden, was zu dem Modell auf den Fotos führte :0)
Ich führe diese Tasche seit mittlerweile einem halben Jahr aus und bin inzwischen noch mehr von ihr angetan als schon am Anfang. Abgesehen von der Optik, die allenthalben für ein Lächeln sorgt, welches sich dann schnell auf mich überträgt, kommt es durch die beibehaltenen Beine zu einer Unterteilung im Inneren, die das Grobsortieren stark vereinfacht - nicht schlecht für Schnellallesreintaschenschnapper wie mich. Auch kann man empfindlichere Gegenstände wie ein Handy oder Tablett von schwereren oder kantigen Gegenständen trennen. Die gegebenen Taschen der Ausgangsjeans lassen sich ebenfalls prima nutzen - kurz und gut - auch wenn man sich nicht selber loben soll - diese Tasche ist einfach obersupergenialgroßartig und wird bald noch Gesellschaft bekommen :0)